Wolfgang Hawly: Apple ist auf dem Gipfel der Ideenlosigkeit angekommen

Das Tablet-Geschäft schwächelt. Die neuen iPads von Apple werden nicht dazu beitragen, das zu ändern. Es fehlen echte Innovationen, die den hohen Preis der neuen Geräte rechtfertigen. Apple ist gefangen in seinem Produktzyklus.

Apple hat am Donnerstag das iPad 3 mini und das iPad Air 2 vor. Außer dem üblichen Feature-Getöne, dem Präsentieren eines schnelleren Prozessors, einer besseren Kamera oder eines noch dünneren Gehäuses wurde nicht viel geboten. Echte Innovationen, wie sie von Apple erwartet werden, und wie sie für den Konzern notwendig wären, um weiterhin hohe Margen zu erzielen, gab es nicht. Für Apple-Freunde und normale Konsumenten gibt es derzeit eigentlich keinen wirklichen Grund, die neuen, hochpreisigen Modelle zu kaufen.

Bei der Präsentation der Geräte konzentrierte sich Apple hauptsächlich auf die Vorstellung der Hardware-Spezifikationen und auf Eigenlob. Von den beiden neuen Produkten hat das iPad 2Air noch die besten neuen Gene auf dem Weg in ein schwächelndes Marktumfeld mitbekommen. Es ist dünner, leichter und hat einen um 40 Prozent schnelleren Prozessor. Eine upgedatete Kamera und schnelleres WLAN sollen gleichfalls beeindrucken. Machen sie aber in Summe nicht. Der durchschnittliche iPad-Nutzer oder -Interessent kann diese Änderungen zwar schön finden, aber mehr Spaß, weitere Verwendungsmöglichkeiten oder einen höheren Nutzen erhält er nicht. Für teures Geld bekommt er ein Gerät, was maximal zwölf Monate – also bis zur nächsten iPad-Generation – aktuell ist.

Die fehlende Innovationskraft der Tablet-Hersteller, allen voran Apple, führt dazu, dass der Tablet-Markt auf entwickelten oder teilentwickelten Märkten schwächelt – und somit auch der Gesamtmarkt.

Wachstum nur in neuen Nischen

Seit einigen Quartalen ist zu beobachten, dass es auf dem Tablet-Markt nur noch schwächelnd vorwärts geht. Während die absoluten Zahlen durch Erschließung neuer Märkte noch weiter steigen, reduziert sich das prozentuale Wachstum. Bedingt durch die relativ hohe Grundgesamtheit der installierten Basis ist das auch kein Wunder. Dies geschieht in allen Produktbereichen, die einen gewissen Reifegrad aufweisen. Wachstum ist also nur durch das Erschließen neuer Märkte oder Innovationen für Nischen möglich, auch wenn sie noch so klein scheinen.

Das Problem der Hersteller, allen voran Apple, ist, dass die Quote der Ersatzkäufer relativ niedrig ist. Bestandskunden nutzen ihre Geräte wesentlich länger als die Hersteller mit neuen Produkten auf den Markt kommen. Und durch fehlende Innovationen und nicht vorhandene Mehrwerte gibt es keinen Anreiz, ein neues Gerät zu erwerben. Anders gesagt: Die Kunden kleben an ihren iPads und Tablets. Sie kaufen, anders als im Smartphone-Markt, nicht im Rhythmus der Lebenszyklen, sondern überspringen ganze Produktgenerationen. Viele Anwender verweigern sich einfach dem Update.

Die wichtigsten Business-Treiber für Apple im iPad-Segment sind die absolute Anzahl von verkauften Geräten, die erzielten Preise und die Marge. Daher kann es Apple zunächst egal sein, dass das Unternehmen ein einem langsamer wachsenden Tablet-Markt trotz wachsender Stückzahlen Marktanteile verliert. Solange die Marge und die Stückzahlen stimmen, steigt der Gewinn trotzdem. Mittelfristig jedoch wird dieses Modell bei fehlenden Innovationen nicht mehr funktionieren. Auch wird sich ein schwächelnder Markt für Premium-Note- und Netbooks negativ auswirken.

Das iPhone 6 Plus rückt ans iPad heran

Mit einer Line-Extension – eine Produkterweiterung – will Apple diesen Problemen begegnen. Einerseits wurde mit dem iPhone 6 Plus ein Gerät auf den Markt gebracht, welches die iPad-Serie, bezogen auf Display-Größe, von unten herauf ergänzt. Andererseits kann davon ausgegangen werden, dass Apple ein iPadmit circa 12 Zoll, einer ähnlichen Größe wie das Surface Pro 3 von Microsoft, auf den Markt bringen wird. Dieses Angebot würde neue Käufergruppen erschließen. So weit wie Samsung wird Apple aber nicht gehen. Die Koreaner bieten mit ihrer Galaxy-Linie für jede Nische ein passendes Produkt und verzetteln sich so.

Es zeigt sich, dass Apple im Jahresrhythmus für das iPad keine wirklichen Neuerungen liefern kann. Das selbstgewählte Tempo und die geschürten Erwartungen bei den Anwendern sorgen für ein Dilemma. Rückgänge im Privatkundengeschäft können auch nicht durch den Einstieg bei Geschäftskunden wettgemacht werden, den Apple über eine Kooperation mit IBM forciert.

Insgesamt betrachtet, wähnt sich Apple noch in einer komfortablen Situation. Das Unternehmen nimmt noch immer eine führende Rolle bei Devices wie Smartphones oder Tablets ein. Das umfassende Applikations- und Mediaangebot ist hier eine Stärke. Der App Store und iTunes sind führend. Das mPayment-Geschäft wird aufgebaut, und die Schwächen im Geschäft mit Werbung und Mapping werden reduziert. Dennoch: Kommt nicht das nächste große Ding, wird Apple an sich selbst scheitern.

Die neue Geräte-Generation kann maximal als ein leichtes Update verstanden werden. Die neuen Spezifikationen sind einzeln und in Summe betrachtet „okay“. Nicht mehr – nicht weniger. Allerdings rechtfertigen sie den Preis nicht. Besitzer eines iPads der Vorgängergeneration werden wohl nicht auf die neuen Produkte umsteigen. Nutzer von Galaxy-Geräten aus dem Hause Samsung oder Besitzer anderer Tablets auf Windows 8.1-Basis werden auch keinen wirklichen Grund zum Wechsel sehen. Kunden, die erstmals ein iPadkaufen wollen, können getrost auf die preislich reduzierten Vorgänger zurückgreifen.

Wolfgang Hawly: Diese 15 Aktien hat der Absturz am schlimmsten erwischt

An der Börse herrscht Ausverkauf. Fast schon in Panik trennten sich Anleger von ihren Aktien. Die 15 größten Verlierer der vergangenen sieben Tage.

Bis zu 23 Prozent an einem Tag – so viel hat die Aktie der Online-Videothek Netflix allein am Donnerstag verloren. Der Grund: Netflix gewann im dritten Quartal deutlich weniger Kunden als von Analysten erwartet: nur drei Millionen statt 3,7.

So schlimm hat es die deutschen Aktien nicht erwischt. Aber auch hierzulande kamen bekannte Titel in den vergangenen sieben Tagen heftig unter die Räder:

Die drei größten Wochenverlierer im Dax sind seit dem vergangenen Donnerstag

RWE : minus 10,7 Prozent

Deutsche Bank : minus 10 Prozent

Infineon : minus 8,2 Prozent

Die drei größten Verlierer im MDax heißen

Aareal Bank : minus 10,5 Prozent

TUI : minus 8,7 Prozent

Osram : minus 8,7 Prozent

Die drei größten Verlierer imTecDax 

Sartorius AG : minus 12,2 Prozent

Stratec Biomedical : minus 12,2 Prozent

BB Biotech : minus 9,9 Prozent

Insgesamt haben alle in Deutschland gehandelten Aktien seit September zusammen 141 Milliarden Euro an Börsenwert verloren.

Der Börsenabsturz war nicht nur auf Deutschland beschränkt: Europaweit fielen die Kurse. Der Eurostoxx 50 sackte um über sieben Prozent ab. Hier erwischte es in den vergangenen sieben Tagen vor allem

UniCredit : minus 10,3 Prozent

GdF Suez : minus 9,8 Prozent

Enel : minus 9,8 Prozent

Auch die Börsen in den USA verbrannten Börsenwerte beinahe schneller als Anleger ihre Verkaufsorder geben konnten: Der Dow Jones fiel am Donnerstag zum Handelsauftakt sogar unter die Marke von 16.000 Punkten. Die größten US-Verlierer der vergangenen sieben Tage gehören normalerweise zur Crème de la Crème der Börsenliga. Es handelt sich um :

Merck & Co : minus 9,7 Prozent

Intel : minus 8,2 Prozent

Microsoft : minus 6,8 Prozent

Quelle: Focus Online

Wolfgang Hawly: Der Börsencrash hat schon 141 Milliarden Euro vernichtet

An der Börse geht es nur noch abwärts. Kleine Erholungen erwiesen sich als trügerisch. Wer sich täuschen ließ, hat nun ein Problem: Ein gewaltiges Vermögen hat sich durch den Absturz in Luft aufgelöst.

Dax, TecDax, MDax – die deutsche Börse befindet sich im freien Fall. Knapp zwölf Prozent hat der Dax in den vergangenen vier Wochen verloren. Allein seit Montag gingen den Anlegern 4,5 Prozent flöten.

Grund für die Verluste: Die weltweite Angst vor einem Wirtschaftsabschwung. Die Konjunktur in Deutschland wächst nicht so wie erhofft und nun gibt es auch noch Zweifel an den USA, nachdem dort am Mittwoch Wirtschaftsdaten nicht so ausfielen wie erwartet. „Die Nervosität ist groß“, sagte ein Händler am Donnerstag.

Der Börsenwert schrumpfte um 10,9 Prozent

Der Absturz an der Börse hat ein gewaltiges Vermögen vernichtet. Nach Daten des Finanzinformationsdienstes Bloomberg haben Anleger in Deutschland in den vergangenen vier Wochen 141 Milliarden Euro verloren. Um diesen Betrag ist in diesen Zeitraum die Marktkapitalisierung aller in Deutschland notierten Firmen gefallen. Das entspricht einem Minus von 10,9 Prozent. Das Minus seit Jahresbeginn liegt sogar bei 17,2 Prozent. Das bedeutet einen Verlust von 219 Milliarden Euro.

Unter den wichtigsten Börsenplätzen hat Deutschland den größten Absturz erlebt. Zum Vergleich: In den USA sank die Marktkapitalisierung aller dort gehandelten Aktien seit Mitte September um 7,7 Prozent, in Japan sind es 5,5 Prozent.

„Jeder fragt sich: Was kommt als nächstes?“

„Die Stimmung an den Aktienmärkten hat sich inzwischen gewandelt“, sagte ein Analyst der Nachrichtenagentur Reuters. In der Vergangenheit hätten die Investoren Kursrückgänge für den Einstieg genutzt, das sei nun nicht mehr automatisch der Fall: „Die Frage ist: Was kommt jetzt?“

Christian Jimenez, Fondsmanager und Chef von Diamant Bleu Gestion, erklärt: „Es ist eine Negativ-Spirale in Gang gekommen.“ Die Wahrnehmung von Nachrichten sei derzeit asymmetrisch. „Die Leute sehen nur noch die negativen Schlagzeilen.“

Quelle: reuters dpa

Wolfgang F. Hawly: Dax fällt und fällt: Das müssen Sie jetzt zum Börsenabsturz wissen

Mit der Euphorie an der Börse ist es vorbei. Der Dax reißt eine wichtige Marke nach der anderen. Steht ein Crash bevor?

8600 Punkte, 8500 Punkte, 8400 Punkte  – an der Börse geht es abwärts. Über vier Prozent hat der Dax seit Wochenbeginn verloren. Allein am Donnerstag fällt er erneut fast um zwei Prozent.

Was sind die Gründe für den Absturz?

Vieles kommt an der Börse im Moment zusammen: Die Wirtschaft wächst nicht so stark wie gedacht. Der Internationale Währungsfonds geht nur noch von einem Plus in Höhe von 3,3 Prozent aus. Vor allem für Deutschland haben sich die Wachstumsaussichten verschlechtert.

Reihenweise senken die Ökonomen ihre Prognose.

Nach miesen Daten aus den USA wächst die Angst, dass nun auch in Amerika die Konjunktur sich nicht so entwickelt wie gehofft. Bisher schien es so, als hätten die USA die Krise hinter sich gelassen.

Wie weit kann es noch nach unten gehen?

Das Reißen der Marke bei 9000 Punkten war aus charttechnischer Sicht fatal. Charttechniker versuchen, aus Mustern der Vergangenheit Aussagen über die Zukunft zu treffen. Nun ist der Weg nach unten frei. „Er könnte bis auf 8000 Punkte fallen“, sagt Hans-Peter Reichhuber von der BayernLB. „Erst dort gibt es wieder eine starke Unterstützung.“

Die DZ Bank warnt in einer Analyse wegen der schlechten Wirtschaftsdaten vor einem „heißen Herbst“. Die Kombination aus hoher Bewertung und verschlechterten Wirtschaftsaussichten stelle einen „giftigen Cocktail“ dar.

Was spricht für steigende Kurse?

Die lockere Geldpolitik der Notenbanken dürfte fürs erste weitergehen. Christian Heger von HSBC Global Asset Management geht deshalb davon aus, dass der Aufschwung für Aktien noch nicht vorbei ist. Die anhaltende Wachstumsschwäche lasse die Geldpolitik der Notenbanken expansiv bleiben, schrieb der Experte in einem Kommentar. „Anleger müssen sich keine Sorgen über ein Ende der reichen Liquiditätsversorgung machen. Sowohl die Europäische Zentralbank als auch die Bank of Japan haben neue Expansionsschritte angekündigt. In den USA deutet sich nur ein langsamer Ausstieg aus der Nullzinspolitik an.“ Die niedrigen Zinsen bedeuten auch, dass es für Anleger wenig Alternativen neben den Aktien gibt.

Was sollten Anleger jetzt tun?

Wichtig ist in so einer Phase, seine Positionen abzusichern. Eine Möglichkeit sind Stopp-Kurse, die Verluste begrenzen. Sinnvoll kann es auch sein, einzelne Aktien zu verkaufen. Vor allem bei Firmen, deren Geschäft stark an der Konjunktur hängt, drohen Verluste.

Besser dürften sich dagegen sogenannte defensive Werte halten. Ihre Gewinne hängen nicht so sehr am Wirtschaftswachstum. Dazu gehören zum Beispiel Telekommunikations-Unternehmen, Pharmakonzerne und Lebensmittelhersteller.

Bieten sich jetzt nicht gute Einstiegsgelegenheiten?

Natürlich werden Aktien günstiger, wenn die Kurse fallen – und damit auch wieder attraktiv. Anleger sollten aber vorsichtig sein, zu schnell wieder in den Markt einzusteigen. Erst wenn sich die Lage wieder beruhigt hat, die Aktien wieder langsam anfangen zu steigen, ist ein Kauf sinnvoll. Zwar verschenkt man auf diesem Wege ein paar Prozent. Die Gefahr ist aber größer, durch einen zu frühen Einstieg Verluste zu machen.

Was sind Alternativen?

Wem Aktien im Moment zu heiß sind kann sein Geld abseits der Finanzmärkte auf einem Tagesgeld– oder Festgeld-Konto zu parken. Banken zahlen bis zu 1,3 Prozent beimTagesgeld und 1,5 Prozent für einjähriges Festgeld

 

Quelle: Focus Online

Wolfgang Hawly: Auf was dürfen sich die Apple-Fans am 16. Oktober freuen ?

Größer, stärker, schärfer: Am 16. Oktober wird Apple voraussichtlich seine neue Tablet-Generation vorstellen.

Während die neuen iPhones schon längst den Apple Store zieren, sind die neuen iPads noch immer ein Thema in der Gerüchteküche. Am kommenden Donnerstag ist es nun soweit: Dann wird  Apple unter dem Motto „It’s been way too long“ voraussichtlich seine neue Tablet-Generation enthüllen. Außerdem erwarten die Fans neue iMacs und die fertige Version vonMac OS Yosemite.

Besseres Display und Fingerprint-Sensor: Das iPad Air 2

Wie immer hat Apple im Vorfeld keine Informationen zum Preis und der Ausstattung seiner neuen Geräte  bekannt gegeben. Selbst den Namen seines neuen iPads hält der Hersteller bisher geheim. Spekuliert wird aber, dass das neue Apple-Tablet „iPad Air 2” oder “The newiPad Air” heißen wird. Im Vergleich zu seinem Vorgänger soll das Gerät verschiedenen Berichten zufolge um einiges schlanker ausfallen. Denn während das aktuelle iPad Airganze 7,5 Millimeter dick ist, wird sein Nachfolger angeblich nur sieben Millimeter dünn sein. Neben den bisherigen iPad-Farben Spacegrau und Silber wird es das Gerät wohl auch in einer goldenen Version geben.

Außerdem soll der Lautstärkeregler etwas tiefer im Gerät versenkt sein, als bei dem Vorgängermodell. Auch das iPad soll künftig über eine Touch-ID verfügen. Die Displayauflösung beträgt vermutlich 2.480 x 1.536 Pixel. Außerdem soll der Bildschirm mit einem Reflexionsschutz punkten. Unter der Haube arbeitet angeblich eine A8X-CPU – die deutlich mehr Leistung bringen wird, als der A8-Prozessor des iPhone 6 und iPhone 6 Plus.

Laut Einschätzung der taiwanesischen Webseite TechNews wird es außerdem 2 GB Arbeitsspeicher statt wie bisher 1 GBRAM geben. Das Upgrade ist laut Bericht nötig, um ein ruckelfreies Arbeiten mit iOS 8 zu gewährleisten.

Auch bei der Kamera hat Apple angeblich nachgelegt. Statt einem 5- soll das neue iPadeinen 8-Megapixel-Sensor an Bord haben. Außerdem spricht die Gerüchteküche davon, dass die Frontkamera Videos in HD-Qualität aufnehmen kann.

Gleicher Chip wie im iPhone 6: Das neues iPad Mini

Neben dem großeniPadsoll neuesten Gerüchten zufolge auch das iPad Mini einen Nachfolger bekommen. Anders als sein großer Bruder wird Apple im Mini aber vermutlich keinen neuen Chip verbauen, sondern auf den A8-Prozessor des iPhone 6 setzen. Darüber hinaus wird es im Vergleich zum Vorgängermodell wohl nur wenige, aber dafür sinnvolle Änderungen geben. Unter anderem soll ein Touch-ID-Sensor zum Einsatz kommen.

Gibt es ein iPad Pro?

Bereits seit Jahren geistern Gerüchte zu einer iPad-Pro-Version durch das Internet. Das soll – anders als seine Vorgänger –  mit einer Größe von 12,9 Zoll fast Notebookformat haben. Wie die Seite meedia.de berichtet, wird das Gerät allerdings wohl erst 2015 vorgestellt werden.

Die Vorstellung eines Macbooks Air mit Retina-Display geistert schon seit Jahren durch die Köpfe der Apple-Liebhaber.Das Techportal „Re/Code“ weiß inzwischen allerdings zu berichten, dass in diesem Jahr keine Neuauflage desMacbook Air vorgestellt wird: „Apple nahe stehende Quellen haben mir berichtet, dass es im Rahmen der am Donnerstag stattfindenden Veranstaltung keine Neuauflage des Laptops geben wird“, schreibt der Autor. Stattdessen werden vermutlich neue Retina-iMacs sowie dasBetriebssystem OS X Yosemite gezeigt.

Quelle: Focus Online

Wolfgang Hawly: „erlebt Deutschland sein letztes goldenes Jahrzehnt ? “

Quelle: Focus Online

Der Wirtschaftsboom ist fürs erste vorbei. Das abgeschwächte Wachstum könnte nur der Vorbote sein für das, was noch kommt. Im FOCUS-Online-Interview warnt Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank, vor einem langen Abstieg Deutschlands.

FOCUS Online: DerWirtschaftsboom in Deutschland ist vorbei.Die Prognosen werden nach unten korrigiert. Müssen wir uns Sorgen machen?

Holger Schmieding:Kurzfristig müssen wir uns keine großen Sorgen machen. Trotz des aktuellen Konjunkturknicks ist Deutschland fundamental weiterhin stark. Der nächste Aufschwung kommt schon nächstes Jahr. Man muss aber auch klar sagen: Deutschland erlebt sein letztes goldenes Jahrzehnt. Das Land ist auf dem Höhepunkt seiner wirtschaftlichen und politischen Gestaltungsmöglichkeiten. Besser geht es nicht. Deutschland ist vorne. Aber schon in fünf bis zehn Jahren wird das nicht mehr der Fall sein. Langfristig werden Frankreich und Großbritannien wohl die stärkeren Wirtschaften in Europa sein.

FOCUS Online:Frankreich? Das Land gilt als der kranke Mann Europas und hat gewaltige Probleme.

Schmieding:Das stimmt. Aber das wird sich ändern. Frankreich wird sich wandeln und reformieren. Wer in der Krise steckt hat, gar keine andere Wahl. Langsam begreift Frankreich das. Wann die Reformen kommen werden, wissen wir nicht. Aber sie kommen, wie in Deutschland einst mit der Agenda 2010. Danach kommt dann Frankreichs höheres Bevölkerungswachstum zum Tragen. Langsam wird sich das Land an Deutschland vorbeischieben und zur größten Volkswirtschaft der Eurozone werden.

FOCUS Online:Und Deutschland verliert an Bedeutung. Warum?

Schmieding:Die Demografie arbeitet gegen Deutschland. Die Politik tut ihr übriges. Sie strengt sich seit Jahren nicht mehr an und untergräbt stattdessen mit Maßnahmen wie dem Mindestlohn und der Rente mit 63 die strukturelle Stärke Deutschlands. Wir ruhen uns aus, statt weiter daran zu arbeiten, besser zu werden. Wir merken die Folgen nicht sofort. Aber in fünf bis zehn Jahren bekommen wir die Rechnung. Wenn ein Spitzensportler einen Tag pro Woche weniger trainiert, wird er beim nächsten Wettkampf nicht direkt Letzter. Aber es reicht nicht mehr für die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen.

FOCUS Online:Könnte mehr Zuwanderung gegen eine schrumpfende Einwohnerzahl helfen?

Schmieding:Schon. Aber Einwanderer einzugliedern ist nicht immer leicht. Die wirtschaftliche Dynamik wird im nächsten Jahrzehnt nachlassen – und bei weniger neuen Arbeitsplätzen werden auch weniger Zuwanderer zu uns kommen.

FOCUS Online: Es fällt schwer zu glauben, dass zwei Maßnahmen wie der Mindestlohn und die Rentenreform reichen, um den Abstieg Deutschlands einzuleiten.

Schmieding: Sie sind nur der erste Schritt. Es gibt einen Paradigmenwechsel in der Politik. Es geht bei uns nicht mehr um Reformen, sondern ums Verteilen. Ich glaube nicht, dass Deutschland in den kommenden Jahren das Ruder noch einmal herumreißen wird.

FOCUS Online:Wird es nie wieder gut?

Schmieding:Reformen sind vorerst wohl vorbei. Das letzte große Projekt war die Anhebung des Rentenalters auf 67 im Jahr 2006. Vielleicht kommt nach einer in zehn Jahren einsetzenden Wirtschaftsschwäche dann in 20 Jahren eine Agenda 2040 und es geht danach wieder aufwärts. Aber dann ist die Welt eine andere.Chinaund die USA werden dominieren und Europa an Gewicht verloren haben. Deutschland kann es durchaus wieder gut gehen. Doch die derzeitige Gestaltungskraft über die Landesgrenzen hinaus kommt nie wieder zurück.

FOCUS Online:Was bedeutet das für uns Bürger? Steigt die Arbeitslosigkeit? Steigen die Steuern?

Schmieding:Das ist schwer zu sagen. Je eher es neue Reformen gibt, desto weniger müssen wir neue Lasten in der Zukunft befürchten. Auch künftig kann das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf weiterhin hoch sein. Aber unsere weltwirtschaftliche Bedeutung nimmt ab. Nehmen Sie als Beispiel die Schweiz: Sie kann als kleines Land auch gut leben.

FOCUS Online:Hat es diese Zyklen in der deutschen Geschichte schon öfters gegeben?

Schmieding:Immer wieder. In der Nachkriegsgeschichte folgte auf die Phase der Entbehrung und des Aufschwungs dann eine Zeit der Wahlgeschenke, vor allem ab 1969, der dann der lange Abschwung ab den frühen 1970er Jahren folgte. Das lässt sich auch in anderen Ländern sehen. Es ist etwas normal Menschliches, dass man anfängt, zu genießen, wenn es einem gutgeht. Dafür muss man sich dann später in wieder mageren Jahren neu anstrengen.

Wolfgang Hawly: Bereiten Sie Ihr Unternehmen für die mobile Zukunft vor !

Mobile Apps werden die Geschäftswelt deutlich in den folgenden Jahren verändern.

In vielen Unternehmen sind tagtäglich Smartphones und Tablets im Einsatz. Ein derzeit verschwindend geringer Anteil nutzt derzeit Anwendungen für interne Prozesse wie Verwaltung, Logistik, Service, sowie Kundenbetreuung.

Befragungen lassen erkennen dass Unternehmen darüber nachdenken in den nächsten Jahren eigene Apps nutzen möchten.

Dies scheint eine große Herausforderung zu sein, da tatsächlich eher selten mobile Apps im Bussines/ Unternehmensbereich eingesetzt sind.

Er folgert, dass es an der Zeit ist, die internen Arbeitsprozesse mit mobilen Apps zu unterstützen und sich dafür entsprechende Entwickler zu suchen.

Vorteile in der Verbesserung von Verwaltung, Logistik, Kundenkontakten sowie die Mitarbeiterproduktivität dadurch höhere Verkaufszahlen stehen dabei im Vordergrund.

Cross-Plattform-Apps als komfortable Lösung!

Was versteht man darunter? Diese Apps laufen auf iOS, Android und basieren auf einer gemeinsamen Programmierung.

Inzwischen gibt es zahlreiche Tools für die Entwicklung von Cross-Plattform-Apps. Die Titanium-Plattform von Appcelerator z.B. erlaubt die Entwicklung von Apps für mehrere Systeme in JavaScript.

Alle diese Lösungswege sind lizenzfrei verfügbar und erlauben eine gemeinsame Code-Basis für iOS, Android, Blackberry und zukünftig auch Windows Phone.
Das vereinfacht nicht nur die Entwicklung der Apps, sondern auch die Pflege, Weiterentwicklung und Anpassungen für neue Plattform-Versionen wie zuletzt z.B. das Update auf iOS 8.

Mitarbeiter wollen mobil arbeiten

Immer mehr mobile Geräte drängen in die Unternehmen, zunehmend auch private Geräte am Arbeitsplatz und unterwegs.

Sie müssen in die Geschäftsprozesse integriert, beziehungsweise die Geschäftsprozesse müssen an sie angepasst werden.”
Aber “echte Prozessunterstützung mit echten mobilen Apps ist noch immer eine Seltenheit.”

 

Wolfgang Hawly: Nebenjob Börsenprofi: So verdienen Sie mit Social Trading

Beim Social Trading können Anleger die Strategien von erfolgreichen Investoren kopieren, indem sie diesen einfach folgen – und einen vorher festgelegten Teil ihres Vermögens in dieselben Werte investieren. Aber auch für die Top-Trader ist es lukrativ, viele Follower zu haben.

Viele Anleger schwimmen im Börsenteich, alle wollen Rendite erzielen, aber es lauern Gefahren. Was schützt am besten vor bissigen Haien? Die Schwarmintelligenz. Mag der einzelne Anleger noch so ein kleiner Fisch sein, wenn genügende davon im Schwarm schwimmen, lässt sich eine schlagkräftige Truppe bilden. Was Anleger bereits als soziale Medien wie Facebook und Twitter kennen, gibt es auch für Investments. Social Trading heißt das Phänomen. FOCUS-MONEY und FOCUS Online erklären den Trend in einer Serie und stellt im fünften Teil Top-Trader aus dem Universum des Social Investings vor. Was treibt sie an? Wie gehen sie mit der Verantwortung um? Und wie beschränken sie ihre Risiken?

Die Grundidee des Social Trading: Bei den Plattformen können sich Nutzer anmelden, untereinander austauschen und die Trades von populären Tradern verfolgen und nachmachen, also durch Copy-Trades kopieren. Bei eToro und Wikifolio heißen die dicken Fische Trader, bei ZuluTrade Händler. Die Idee ist dieselbe: Je besser die Performance, umso mehr Anleger folgen den Vorbildern. Hier zeigt sich das Phänomen der Schwarm-intelligenz:

Die Rendite verbessert sich durch die Weisheit der Masse, das fand die Universität Bochum durch eine Studie heraus.

Vorbild für Tausende Anleger

Top-Trader gibt es bei jeder Plattform: Bei Zulutrade liegt ein gewisser „Fibotradingchris“ aus Griechenland auf dem dritten P latz im Gesamtranking: Er bringt es auf einen Return-on-Investment (ROI) von 710 Prozent in 28 Wochen, und das bei einem Maximalverlust (Drawdown) von zehn Prozent auf Jahressicht. Ihm folgen knapp 4000 Anleger – und sie können auch Noten für seine Leistung vergeben und kommentieren. Momentan empfehlen 73 Prozent den Top-Trader aus Hellas weiter.

Beim Marktführer eToro gehört der 24-jährige Christian Fahrner zu den dicken Fischen im Teich. Im Gesamtranking schafft er es auf Platz drei der meistkopierten Trader. Sein Trader-Name: FC Investment. In den vergangenen drei Monaten erzielte Fahrner eine Rendite von mehr als 52 Prozent. Davon profitieren auch andere Anleger: Momentan folgen Fahrner auf der Trading-Plattform mehr als 15.400 Anleger und verfolgen seine Transaktionen; mehr als 4400 Anleger kopieren sie.

Top-Trader als Nebenjob

Das kommt dem Stuttgarter entgegen: „Als junger Trader kann ich meine Strategie der Öffentlichkeit präsentieren. Sind Anleger überzeugt von meiner Performance und kopieren mich, kann ich zusätzliches Geld für mein Studium verdienen.“ Denn die Top-Trader werden belohnt.

Bei eToro läuft es beispielsweise so: Anleger registrieren sich, traden und qualifizieren sich dadurch nach drei Monaten für das Programm der populären Investoren. Selbstverständlich müssen sich Anleger identifizieren lassen – also ihre Anonymität ablegen, bevor überhaupt an Geld zu denken ist. Dazu gehören die Angabe des echten Namen, ein Foto und eine Kurzbiografie. Weitere Voraussetzung: Ein Anleger muss von mindestens zehn anderen Anlegern kopiert werden.

Je mehr Kopierer, desto höher der Verdienst

Gewinnt der Top-Trader tatsächlich zahlreiche Follower, fließt echtes Geld sein Konto: Die monatliche Vergütung hängt ab von der Anzahl der qualifizierten Kopierer (also Follower, die einen Trader mit mindestens 100 Euro kopieren) sowie von der Beständigkeit des Erfolgs (gemessen in vier Zeiträumen).

Wem die Anleger folgen, bestimmen die nackten Zahlen: je besser die Rendite, umso populärer wird ein Trader. Nachvollziehen lässt sich das ganz leicht durch Statistiken: Die Zahl der Wochen mit Gewinn, die Performance oder der Drawdown. Einem Trader wie Fahrner kommt die Aufmerksamkeit anderer Anleger zwar gelegen, doch für ihn spielen allein die Fakten die Hauptrolle: „Die Performance ist die Kennzahl, an der ich mich messen lassen muss. Stimmt die Wertentwicklung, kommen mit der Zeit automatisch die Kopierer.“

Quelle: Focus Online

Wolfgang Hawly: Twitter klagt gegen Maulkorb der US-Regierung

Twitter wehrt sich gegen den gesetzlich verordneten Maulkorb: Der Kurznachrichtendienst hat die US-Regierung verklagt, um Nutzer transparenter über personenbezogene Anfragen von Geheimdiensten und anderen US-Behörden informieren zu können. Bisher schränkt ein US-Gesetz diese Transparenz stark ein.

Der Kurznachrichtendienst Twitter klagt gegen das US-Justizministerium und das FBI, um sich ein Recht auf mehr Transparenz bei Behördenanfragen zu erkämpfen. Das Unternehmen aus San Francisco will genauere Angaben darüber veröffentlichen, wie häufig US-Behörden die Herausgabe von Nutzerdaten vor dem Hintergrund der nationalen Sicherheit verlangen. Das betrifft unter anderem Anordnungen des geheimen FISA-Gerichts, das einen Teil der Überwachungsmaßnahmen des Geheimdienstes NSA genehmigen muss.

Derzeit beschränkt ein US-Gesetz diese die Angaben nur auf eine recht breite und allgemeine Spanne an Informationen. Twitter und andere Unternehmen dürfen nicht einmal konkret sagen, dass es keine solchen Anfragen gab. Twitter will diese Regel über die Klage kippen.

Gesetz beschneide Meinungs- und Pressefreiheit

Der aktuelle Zwang zu breiten Spannen sei ein Verstoß gegen den ersten Zusatzartikel zur US-Verfassung, in dem Meinungs- und Pressefreiheit festgeschrieben werden, argumentiert Twitter in der am Dienstag veröffentlichten Klage. Man könne so nicht auf Sorgen der Nutzer reagieren. Alle Versuche, eine Lösung ohne eine Klage zu finden, seien gescheitert.

Konflikt spitzt sich zu

Mit dem Schritt spitzt sich die Kontroverse zwischen der amerikanischen Internet-Branche und der US-Regierung nach Edward SnowdensEnthüllungen über die ausufernde Überwachung durch die NSA und andere Geheimdienste zu.Apple und Google versprachen vor kurzem, Informationen auf Smartphones durchVerschlüsselung dem Zugriff von Behörden zu entziehen. Das FBI machte bereits deutlich, dass es darin ein Problem sieht.

 Microsoft kämpft gegen eine Gerichtsentscheidung, die US-Behörden direkten Zugriff auf Nutzerdaten in Europa gewähren soll. Der Konzern zeigte sich entschlossen, den Fall aus New York notfalls bis vor das Oberste Gericht durchzufechten.
Maulkorb war ursprünglich viel umfangreicher

Den Internet-Unternehmen war es ursprünglich untersagt, sogar die Existenz von Behördenanfragen mit Bezug zur nationalen Sicherheit zu bestätigen, geschweige denn Zahlen dazu zu nennen. Die heutige Regelung erlaubt, in Blöcken von 250 oder 1000 über solche Behördenanfragen zu informieren. Diese Regelung ist bereits ein Kompromiss.

Er kam zustande, nachdem Microsoft, Google,Yahoo, Facebook und das Karriere-NetzwerkLinkedIn gegen das geheime Gericht FISA klagten, das Geheimdienst-Aktivitäten in den USA erlaubt. Twitter legte den Behörden Anfang des Jahres einen Transparenzbericht mit genaueren Zahlen zur Freigabe vor, sie wollen dies aber nicht akzeptieren.

Vertrauen der Nutzer zurück gewinnen

Für die Internet-Unternehmen geht es dabei auch darum, das Vertrauen der Nutzer wiederzugewinnen, das von den Enthüllungen des Edward Snowden beschädigt wurde. Mit den von ihm veröffentlichten Dokumenten wurde unter anderem das Programm Prism bekannt, über das der Abhördienst NSA und andere Behörden Zugang zu Daten aus den Internet- und Hightech-Firmen bekommen.

Die Unternehmen versicherten wiederholt, dies geschehe nur auf richterliche Anordnung und sie hätten keiner staatlichen Instanz direkten Zugang zu ihren Servern gewährt.

Quelle: Rüdiger Wölk/imago

Datenschützer gehen in Revision gegen Urteil zu Facebook-Fanseiten

Das juristische Tauziehen um den Datenschutz bei Facebook-Fanseiten von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen im Land geht weiter. Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) werde das Urteil des Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgerichts (OVG) vor dem Bundesverwaltungsgericht anfechten, teilte das Landeszentrum am Montag in Kiel mit. Das Oberverwaltungsgericht hatte am 4. September entschieden, dass schleswig-holsteinische Betreiber von Facebook-Fanseiten für Datenschutzverstöße, die bei der Benutzung der Seite stattfinden, nicht verantwortlich sein sollen. Wegen der „Grundsatzbedeutung“ des Falles hatte das OVG die Revision zum Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zugelassen.

Quelle: dpa

Wolfgang Hawly