Wolfgang Hawly

Neuer Zinshammer:

Erste Bank verlangt Geld für Spareinlagen!

Dass Sparer für ihr Geld kaum noch Zinsen bekommen, ist schlimm genug. Doch nun kommt es für manche noch härter: Zum ersten Mal sehen sich Privatkunden mit Negativzinsen auf Tagesgeld konfrontiert.

Ab dem 1. November erhebt die deutsche Skatbank, eine Zweigniederlassung der VR-Bank Altenburger Land, bei ihrem „Skatbank-Tagesgeld“-Konto einen negativen Zins von 0,25 Prozent. Das berichtet das Vergleichsportal Verivox. Für Sparer bedeutet das: Sie müssen die Bank dafür bezahlen, dass sie ihr Geld dort deponieren dürfen.

Der Negativzins gilt für Einlagen über 500.000 Euro. Nach Angaben von Verivox ist es der erste Strafzins unter den über 800 Banken und Sparkassen, deren Konditionen das Portal  täglich recherchiert.

Reiche im Nachteil

Ein Mitarbeiter der Skatbank sagte, dass ab der 500.000-Euro-Schwelle schon bisher keine Zinsen mehr gezahlt worden seien. Künftig werde nun der Minuszins von 0,25 Prozent fällig. Begründet wurde dieser Schritt mit der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB.

Die EZB kämpft mit einer Vielzahl von Instrumenten dafür, dass mehr Kredite vergeben werden und so die Konjunktur angekurbelt wird: Der Leitzins wurde auf das Rekordtief von 0,05 Prozent gedrückt, den Banken Strafgebühren für bei der EZB geparktes Geld aufgedrückt, während sich die Institute bei der Zentralbank zu extrem günstigen Bedingungen mit Geld eindecken können.

Schlechte Aussichten

Für Unternehmen gibt es negative Zinssätze bereits seit Wochen. Jetzt sind also private Sparer an die Reihe. „Bisher sehen wir nur eine Bank mit einem Negativzins und wegen der hohen Einlage sind Durchschnittsparer noch nicht betroffen. Aber es ist nicht auszuschließen, dass andere Geldinstitute nun folgen“, sagt Ingo Weber, Geschäftsführer bei Verivox.

Vergleich macht reich

Um aus dem Erspartes das meiste rauszuholen und kein Geld zu verlieren bleibt Sparern nur: Angebote vergleichen. Mit manchen Tagesgeld-Konten gelingt es zumindest, den Wertverlust durch die Inflation auszugleichen.

Quelle: Focus Online

Wolfgang Hawly

Bundesfinanzminister Schäuble erklärt Bankgeheimnis für faktisch abgeschafft

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat das Ende des Bankgeheimnis verkündet. Das Bankgeheimnis passe „nicht mehr in eine Zeit, in der Bürger ihr Geld per Knopfdruck im Internet auf der ganzen Welt hin- und herschieben können“.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat das Bankengeheimnis für faktisch erledigt erklärt. In einem Interview mit der „Bild“-Zeitung vom Mittwoch sagte Schäuble vor Beginn der Tax Conference in Berlin: „Das  Bankgeheimnis in seiner alten Form hat ausgedient.“

Am Mittwoch soll das Abkommen zum internationalen Austausch von Kontodaten unterzeichnet werden. Dadurch werde das Risiko, bei der Steuerhinterziehung entdeckt zu werden, „sehr groß“, betonte der Minister. Das Bankgeheimnis passe „nicht mehr in eine Zeit, in der Bürger ihr Geld per Knopfdruck im Internet auf der ganzen Welt hin- und herschieben können“.

Uli Hoeneß hätte es schwer

Auf die Frage, ob ein Fall wie der von Uli Hoeneß künftig noch möglich ist, antwortete Schäuble in der „Bild“: „Wenn es den Datenaustausch schon früher gegeben hätte, den wir jetzt beschließen, wären solche Straftaten schneller aufgeflogen.“

Auch CDs mit gestohlenen Steuersünder-Daten seien „hoffentlich bald nichts mehr wert“, sagte Schäuble: „Ich fand es immer problematisch, mit Hehlern zusammenarbeiten müssen, um Recht zu wahren.“ Das Ende der Steuerhinzerziehung läute das neue Abkommen allerdings nicht ein. Der Minister räumte ein, dass es immer Menschen gebe, die „neue Ideen entwickeln, bei der Steuer zu betrügen“.

Wolfgang Hawly

Zombie-Banken wandeln weiter. Was nach dem Stresstest auf deutsche Steuerzahler zukommt !

Der große Banken-Stresstest der EZB hat geklärt, welche Institute nicht mehr lebensfähig sind. Doch Politiker und Zentralbanker basteln schon heimlich an neuen teuren Rettungsplänen. Die Zeche zahlt der Steuerzahler.

An diesem Sonntag hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Macht demonstriert: Sie veröffentlichte die Ergebnisse des Banken-Stresstests– einer Art Röntgenaufnahme des europäischen Finanzsystems. Der Stresstest prüft, wie die Institute auf wirtschaftliche Erschütterungen reagieren würden.

Die Diagnose fiel wenig schmeichelhaft aus: Unter den 130 größten Euro-Banken erfüllten 25 nicht die geforderten Kriterien der EZB. Die Branche spricht von „Zombie-Banken“: nicht mehr lebensfähig, aber noch nicht unter der Erde.

EZB-Chef Mario Draghi könnte ab 4. November 2014 die Existenz dieser Banken beenden. Denn dann geht die Bankenaufsicht auf sein Institut über.

Todgeweihte Kreditinstitute

Nach FOCUS-Recherchen spricht jedoch einiges dafür, dass viele dieser Banken-Zombies überleben: Eine Koalition aus Zentralbankern und Politikern tüftelt insgeheim längst an Plänen, auch todgeweihte Kreditinstitute noch einmal fit zu spritzen.

Und das, obwohl die Euro-Zone am 1. Januar 2016 mit dem Auflösungsgremium „Resolution Board“ erstmals eine Art Beerdigungsinstitut für nicht überlebensfähige Banken startet. Sie sollen so abgewickelt werden, dass die privaten Eigentümer dafür haften – und nicht mehr die Steuerzahler.

Kaum jemand wirbt für diese Idee so wie Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. „Wer den Nutzen hat“, predigt er unermüdlich, der solle auch den Schaden tragen.

„Hermann the German will pay“

Kritiker wie der FDP-Euro-Rebell Frank Schäffler rechnen allerdings damit, dass die EZB auch klinisch tote Banken weiter am Leben hält. Die Kosten dafür würden vor allem die Steuerzahler aus Deutschland tragen – obwohl von den 24 geprüften deutschen Banken nur eine einzige durch den Stresstest gefallen ist, die Münchener Hypothekenbank.

Euro-Banker juxen bereits: „Hermann the German will pay the bill“ – Hermann der Deutsche wird die Rechnung bezahlen.

Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret, dort zuständig für die Bankenaufsicht, betont vor allem die positiven Seiten des Stresstests. „Schon jetzt steht fest, dass die Übung ein Erfolg ist, weil die europäischen Banken ihre Bilanzen mit rund 200 Milliarden Euro gestärkt haben“, lobt der Finanzexperte.

Die Banken unternahmen tatsächlich ihr Möglichstes, um durch den Test zu kommen. Der Rating-Agentur Fitch zufolge sammelten die Institute europaweit allein im ersten Halbjahr 2014 rund 65 Milliarden Euro zusätzliches Geld, um ihre Kapitalbasis zu stärken.

Faule Kredite

Dennoch sind in der gesamten Euro-Zone zahlreiche Institute durchgefallen. Die meisten Banken rasselten in Italien durch, insgesamt neun. Fünf davon haben Kapitallücken geschlossen. Noch nicht fit ist unter anderem die angeschlagene Traditionsbank Monte dei Paschi di Siena.

„Die Banken mit den größten Risiken kommen aus den Schuldenstaaten“, hieß es schon vor dem Test bei Fitch. Ein wichtiger Grund dafür seien die faulen Kredite in den Bilanzen. Mehr als zwei Drittel dieser maroden Darlehen, für die keine Vorsorge getroffen wurde, lägen bei Instituten in Griechenland, Spanien, Italien und Irland.

Um nur 60 Prozent davon abzusichern, bräuchten die Banken in Europa zusätzliche 70 Milliarden Euro an Kapital, so Fitch. Bei 80 Prozent Absicherung seien sogar 235 Milliarden Euro frisches Geld notwendig – schlichtweg utopisch.

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dpa-Grafik

EZB kauft „Ramsch“

Vor diesem Hintergrund erscheint auch das neueKredit-Ankaufprogramm von bis zu einer Billion Euro durch EZB-Präsident Mario Draghi in einem neuen Licht. Der ehemalige Goldman-Sachs-Banker will mit dem Geld Instituten vor allem aus den südlichen Euro-Staaten verbriefte Kredite abkaufen, sogenannte Asset Backed Securities (ABS), die vielfach unter den Status „Ramsch“ fallen.

Erhoffter Nebeneffekt: Die Banken brauchen für die Schrottpapiere keine Rücklagen mehr zu bilden, ihre Bilanzen würden entlastet. Über den zweiten Nebeneffekt spricht Draghi nicht so gern: Das Risiko beim – wahrscheinlichen – Ausfall dieser Schrottpapiere wandert dann zur EZB und damit zum Steuerzahler. Vor allem zu den Deutschen, die mit ihrem Anteil an der EZB für 28 Prozent haften. Das wäre eine Bankenrettung durch die Hintertür.

Den Münchner Wirtschaftsprofessor Hans-Werner Sinn ärgert das maßlos: „Es ist nicht so, dass jedes Land seine eigenen Steuerzahler in Anspruch nimmt, um den Banken Haftung abzunehmen. Vielmehr werden auch die Steuerzahler anderer Länder in Proportion zu ihrer Größe in Anspruch genommen.“

Direkte Bankenrettung

Euro-Kritiker Frank Schäffler erwartet, dass die EZB noch einen Schritt weiter geht und versucht, die trotz ABS-Ankauf nicht lebensfähigen Banken mit Geld aus dem Europäischen Stabilisierungsmechanismus (ESM) gesund zu spritzen. Noch im November soll der Bundestag über eine Änderung der Richtlinien (Guidelines) des ESM-Vertrags abstimmen.

Die Folge:Die Ausführungsbestimmungen, die formal nicht zum Vertrag gehören, würden dann ausdrücklich auch die direkte Bankenrettung erlauben. Noch vor zwei Jahren beteuerte die Bundesregierung, genau diese Finanzierung werde es nie geben. „Direkte Leistungen des ESM an Banken sind nach langen Verhandlungen auf Druck der Bundesregierung zu Recht ausgeschlossen worden“, tönte damals der damalige Unions-Vize Michael Meister.

Kritiker in der Fraktion sehen sich deshalb getäuscht. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch schickte vergangene Woche eine Wut-Mail an alle Unionsparlamentarier. „Was einst als Teufelszeug verdammt wurde, wird uns nun als ‚bedeutender Schritt auf dem Weg zur Vertiefung der Währungsunion‘ angepriesen“, klagt Willsch. „Woher soll das Vertrauen der Bürger in die Politiker kommen, wenn wir Abgeordneten selbst nicht den Aussagen unserer Führung vertrauen können?“

Er fürchtet eine hochgefährliche Entwicklung: „Ich rechne damit, dass die Banken künstlich am Leben erhalten werden. Im Ergebnis züchten wir uns wie in Japan immer mehr Zombie-Banken heran.“

Quelle: Focus Online

Wolfgang Hawly

Rentenerhöhung fällt 2015 deutlich niedriger aus

Die 20 Millionen deutschen Rentner können im nächsten Jahr zwar mit mehr Geld rechnen, jedoch fällt das Plus geringer aus als erwartet. Laut Medienberichten ist die hohe Zahl an Geringverdienern in der korrigierten Beschäftigungsstatistik schuld.

Auf und Ab bei der Rentenanpassung: Wie die „Süddeutsche Zeitung“ (Montagsausgabe) unter Berufung auf Rechenexperten berichtet, müssen sich Deutschlands Rentner 2015 auf eine deutlich niedrigeres Plus bei ihren Bezügen einstellen als zunächst erwartet. Die Erhöhung soll um etwa einen Prozentpunkt geringer ausfallen.

Grund dafür ist laut SZ eine Korrektur der Beschäftigtenstatistik. Die Bundesagentur für Arbeit hat 300.000 Menschen mit einer Behinderung neu in die Statistik mit aufgenommen, die in Werkstätten arbeiten. Dabei handelt es sich größtenteils um Geringverdiener – das drückt die Höhe der nächsten Rentenanpassung. Denn die Höhe der Altersbezüge hängt maßgeblich davon ab, wie sich Löhne und Gehälter entwickeln.

Das hat laut SZ auch Auswirkungen auf die Rentenkassen: Sie müssen auf Grund der niedrigeren Rentenerhöhung weniger Geld ausgeben, der Beitragssatz sinkt 2015 stärker – während 2016 die Ausgaben deutlich steigen.

DGB fordert in Brief an die Regierung stabile Beiträge

Um diesem Auf und Ab bei der Rentenanpassung ein Ende zu bereiten und den Beitragssatz zu stabilisieren, hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DBG) nach Angaben der Süddeutschen Zeitung jetzt einen Brief an die Bundesregierung geschrieben. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach spricht sich dafür aus, „die tatsächliche Einkommensentwicklung bei der Rentenanpassung zu berücksichtigen und nicht statische Zufallsergebnisse.“

Ein Sprecher des Arbeitsministeriums teilte mit, die Korrektur der Statistik werde bei der Rentenanpassung 2015 berücksichtigt: „Punktuelle Eingriffe soll es bei der Rentenanpassungsformel nicht geben.“

Wolfgang Hawly

25 der 130 von der EZB überprüften Banken haben nach Informationen von Insidern den Fitnesscheck der Branche nicht bestanden. 15 Institute steuerten bereits erfolgreich gegen. Souverän durch den Test ging die Deutsche Bank.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag von zwei mit den Interna des Bankenchecks vertrauten Personen erfuhr, haben 15 die zum Jahresende 2013 vorhandenen Kapitallöcher bereits geschlossen. Bei bis zu zehn Instituten müssten diese noch gefüllt werden.

Die Ergebnisse des Tests sollen am Sonntag um 12.00 Uhr veröffentlicht werden. Bis dahin kann es noch kleinere Veränderungen geben. Die Banken wissen seit Donnerstag um die Mittagszeit, wie sie angeschnitten haben.

Deutsche Bank besteht locker

Die Deutsche Bank hat den Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) Finanzkreisen zufolge locker bestanden. Im simulierten Krisenfall kommt Deutschlands größtes Geldhaus nach den vorläufigen Ergebnissen auf eine harte Kernkapitalquote von 8,8 Prozent, wie zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag sagten. 5,5 Prozent hätten gereicht, um die größte Prüfung europäischer Institute aller Zeiten zu bestehen. Die EZB will die Daten am Sonntag veröffentlichen, den Banken liegen sie seit Donnerstag vor. Reuters hat bereits aus Finanzkreisen erfahren, dass keiner der 24 deutschen Teilnehmer mehr sein Kapital erhöhen muss.

Zu den Wackelkandidaten im Stresstest zählen unter anderen die italienischen Banken Monte dei Paschi aus Siena und Carige aus Genua. Beide Aktien schossen am Freitag nach oben. Investoren wetteten darauf, dass die Probleme weniger gravierend sein könnten als befürchtet. Der Chef des italienischen Banken-Verbandes, Giovanni Sabatini, erwartet am Montag weitere Turbulenzen an den Märkten. Die Interpretation der Ergebnisse sei nicht einfach. Sabatini verwies darauf, dass die Banken des Landes in diesem Jahr – also nach dem Stichtag für den Stresstest – schon elf Milliarden Euro frisches Kapital aufgenommen hätten.

Der teilverstaatlichten irischen Bank Permanent TSB fehlen nach einem Bericht der „Irish Times“ nach dem Stresstest 800 Millionen bis eine Milliarde Euro. Ein Teil der Lücke könnte Analysten zufolge schnell gestopft werden: Der Staat ist mit 400 Millionen Euro Hybridkapital bei Permanent TSB engagiert, das in Eigenkapital umgewandelt werden könnte. Portugals Regierung äußerte sich hingegen „zuversichtlich und ruhig“, dass die drei Banken des Landes gut abgeschnitten hätten.

Insgesamt werden 130 Banken in der Euro-Zone von den Aufsehern durchleuchtet. Vor allem in Südeuropa wird mit einigen Problemfällen gerechnet. Die lange als Wackelkandidatin gehandelte HSH Nordbank wurde im Fitness-Check Insidern zufolge zwar schwer gebeutelt, hat diesen letztlich aber bestanden. Auch die Commerzbank ist Finanzkreisen zufolge durch. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg sind 25 Banken durch die Prüfung gefallen, die von der EZB entdeckten Kapitallöcher seien aber bei den meisten im Verlauf des Jahres bereits geschlossen worden. Mit etwa zehn Banken, die noch Lücken hätten, werde noch darum gefeilscht. Das drückte den europäischen Banken-Index nach unten.

Deutsche Bank gut gehandelt

Die Deutsche-Bank-Aktie verringerte nach dem Reuters-Bericht ihre Verluste. Einige Analysten hatten zuletzt Zweifel geäußert, dass das größte deutsche Geldhaus ohne seine jüngste, 8,5 Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung die Mindestschwelle von 5,5 Prozent überschritten hätte. Im Basis-Szenario, also ohne simulierte Krise, kommt das Institut Finanzkreisen zufolge gar auf ein komfortables Kapitalpolster von 12,6 Prozent – ebenfalls deutlich über den geforderten acht Prozent. Die Bank lehnte eine Stellungnahme ab.

Endgültige Zahlen stehen erst kurz vor der Veröffentlichung am Sonntagmittag fest, bis dahin laufen noch die Debatten mit den Banken. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin erwartet eine turbulente Schlussphase. Es werde „noch den einen oder anderen Holperer“ geben, sagte BaFin-Chefin Elke König der „Börsen-Zeitung“ vom Freitag. „Daher wird es vor Publikation der Daten sicher noch die eine oder andere Korrekturschleife geben.“ Insgesamt zog sie eine positive Bilanz: „Wir haben trotz aller Hektik, die zum Schluss herrscht, alles in allem eine solide Überprüfung der Bilanzen, und wir haben ernst zunehmende Stresstest-Ergebnisse.“

Wolfgang Hawly

Apple hat ein neues Update für iPhones und iPads bereitgestellt. Die Aktualisierung des Betriebssystems auf die iOS-Version 8.1 behebt nicht nur Fehler und Sicherheitslücken, sondern bringt auch verbesserte und neue Funktionen.

Ab sofort steht iOS 8.1 zum kostenlosen Download für iPhone, iPod touch und iPad bereit. Zu den neuen Funktionen des aktualisierten Betriebssystems Apple iOS 8.1 zählt unter anderem der Zugriff auf die iCloud-Fotomediathek, der sich allerdings noch im Teststadium befindet.

Volle Synchronisation auf allen Geräten

Neu ist auch die Möglichkeit für iPhone-Besitzer, Kurznachrichten auch vom iPad oder Mac (ab OS X 10.10) aus zu senden oder auf diesen Geräten zu empfangen (SMS-Messaging). Außerdem kehrt der in der iOS-Version 8.0 abgeschaffte Aufnahmen-Ordner (Camera Roll) zurück, in dem alle mit demiPhoneoderiPadgeschossenen Fotos zu finden sind.

Video: iPad mini 3 – Apples Ass im Ärmel

 Das kleine Tablet im Hands-On

Durch den Fotomediathek-Zugriff kann man nun alle Bilder und Videos anschauen, die auf den Servern des iCloud-Speicherdienstes abgelegt sind. An einem Gerät vorgenommene Änderungen werden direkt mit allen anderen genutzten iPhones, iPads oder Macs synchronisiert.

Health-App läuft im Hintergrund

Das Update soll auch Probleme bei Bluetooth-Verbindungen, insbesondere beim Koppeln mitFreisprecheinrichtungen, beheben und zum Teil den WLAN-Datendurchsatz verbessern. In den Einstellungen dürfen Nutzer nun auch direkt bestimmen, ob sie mobil per GSM, UMTS oder LTE surfen wollen. Zudem kann die Health-App ab sofort im Hintergrund auf Daten zugreifen.

Dazu muss das Gerät per USB an einen Computer angeschlossen werden, auf dem iTunes installiert ist. Sobald das Programm geöffnet ist, kann der Nutzer das iPhone oder iPad auswählen, das auf iOS 8 upgedatet werden soll. Anschließend muss der Punkt „Nach Update suchen“ ausgewählt werden. Sollte iTunes die Aktualisierung nicht anbieten, muss zunächst ein Update für iTunes durchgeführt werden. Sobald der Nutzer das iOS-8-Update anwählt, wird er von iTunes durch die Installation geführt.

Mit diesen Tricks hält der iPhone-Akku länger

FOCUS Online: Mit diesen Tricks hält der iPhone-Akku länger

Wolfgang Hawly:

Fast 60 Milliarden Euro an Steuern hat der Staat vergangenen Monat eingenommen. Vor allem die Lohn- und die Mehrwertsteuer floss reichlich. Trotzdem bleiben die Einnahmen hinter den Erwartungen zurück.

Trotz der zuletzt schwächeren Konjunktur sind die Steuereinnahmen des Staates auch im September kräftig gestiegen. Das Bundesfinanzministerium sprach in seinem neuen Monatsbericht von einem Zuwachs bei Bund, Ländern und Gemeinden von 4,7 Prozent auf 57,4 Milliarden Euro. Damit hat der Fiskus in den ersten neun Monaten des Jahres mit 428,9 Milliarden Euro insgesamt drei Prozent mehr in der Kasse. Die amtlichen Steuerschätzer gehen bislang von einem Plus von 3,4 Prozent im Gesamtjahr aus. Anfang November wollen sie ihre Vorhersage aktualisieren.

In dem am Montag veröffentlichten Bericht betont Finanzstaatssekretär Thomas Steffen, es könne wie im vergangenen Jahr auch 2014 und 2015 von einem ausgeglichenen Staatshaushalt ausgegangen werden. Vor allem die kommunale Finanzsituation habe sich deutlich gebessert.

Bund hat deutlich mehr Geld in der Kasse

Einen kräftigen Schub erhielt der Bundeshaushalt, in den im September 8,9 Prozent mehr Steuern als vor einem Jahr flossen. Dazu trug allerdings erheblich bei, dass die Europäische Union weniger von denen ihr zustehenden Mitteln abrief. Die Kassen der Bundesländer verzeichneten einen Zuwachs von 5,1 Prozent.

Vor allem bei den gemeinschaftlichen Steuern von Bund, Ländern und Gemeinden – etwa der Lohn-, Einkommens- oder auch Mehrwertsteuer – ging es nach oben. Angesichts der vergleichsweise niedrigen Arbeitslosigkeit stiegen beispielsweise die Einnahmen aus der Lohnsteuer um 5,2 Prozent. Gut elf Prozent mehr brachte sogar die von großen Kapitalgesellschaften zu zahlende Körperschaftsteuer ein.

Mit Blick auf die Konjunktur hieß es im Monatsbericht, die schlechtere Stimmung in den Unternehmen spreche für eine „vorübergehende Wachstumspause im mittleren Abschnitt dieses Jahres“. Der private Konsum dürfte allerdings die Lage im dritten Quartal gestützt haben.

Quelle: Focus online

Wolfgang Hawly: Warum Benzin immer noch viel zu teuer ist

Über Jahre hinweg lag der Preis für Rohöl zwischen 100 und 115 US-Dollar. In den letzten Monaten ist er nun auf 85 Dollar heruntergerauscht. Und dennoch ist das Benzin im Vergleich zum Vorjahr nur 5 Cent billiger.

An den Zapfsäulen der Tankstellen sind Preise zu sehen wie seit Jahren nicht mehr. Der Benzinpreis (Super E5) rutschte in der vergangenen Woche auf 1,46 Euro je Liter im bundesweiten Durchschnitt, der Dieselpreis auf 1,31 Euro je Liter. Verglichen mit dem gleichen Zeitpunkt des Vorjahres ist Benzin etwa fünf Cent je Liter billiger geworden,  Diesel sogar zehn Cent. Heizöl kostet weniger als 75 Euro je 100 Liter, das ist so viel wie im Herbst 2010.

Warum werden Benzin und Diesel plötzlich billiger, nachdem der Preis jahrelang immer nur angestiegen ist?

Das liegt im wesentlichen am Preisrutsch für Rohöl. Der Ölpreis hat sich jahrelang weitgehend in einem Preisband zwischen 100 und 115 Dollar für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent bewegt. Diesen Korridor hat der Preis Anfang September verlassen und ist im Oktober nochmals kräftig abgestürzt, auf nur noch 85 Dollar. Die subjektive Wahrnehmung der Autofahrer, dass Benzin und Diesel immer teurer werden, wird von den Daten seit 2012 nicht mehr gedeckt.

Ist der gesunkene Rohölpreis voll bei den Endverbrauchern angekommen?

Nach dem Energiepreis-Monitor der European Climate Foundation sind die Preise für Energierohstoffe währungsbereinigt im September um 1,2 Prozent gefallen und gleichzeitig die Verbraucherpreise für Kraft- und Schmierstoffe um 0,4 Prozent gestiegen. Anders als in Frankreich und Italien. „Ein Teil des Anstiegs ist nur so zu erklären, dass fallende Rohstoffpreise nicht eins zu eins auf Verbraucherebene weitergegeben wurden“, heißt es in der Mitteilung der Stiftung. Die Branche bestreitet das: „Der harte Wettbewerb der Tankstellen in Deutschland sorgt dafür, dass der gesunkene Ölpreis über niedrigere Benzin- und Dieselpreise auch bei den Verbrauchern ankommt“, sagte ein Sprecher des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) in Berlin.

Wie konnte es zu dem Preisrückgang beim Rohöl kommen?

Auf der Angebotsseite ist reichlich Öl vorhanden. „Die Reaktion der Produzenten lässt auf sich warten“, sagt der Hamburger Energieexperte Steffen Bukold. Saudi-Arabien, das innerhalb des Opec-Kartells sonst die Feinsteuerung des Marktes übernommen hat, will nicht allein seine Produktion kürzen. Dahinter steht ein Kampf um Marktanteilein Asien, wo für die Opec-Staaten die einzig wachsenden Absatzmärkte für ihr Öl liegen. Die Nachfrage nach Öl verläuft wegen der verhaltenen Weltkonjunktur zudem flau und kann den Preis nicht stützen.

Werden wegen des niedrigen Ölpreises nun Ölförderanlagen abgestellt, weil sich die Förderung nicht mehr lohnt?

Das ist mittelfristig denkbar, geht aber nicht so schnell. Manche Förderanlagen könnten unrentabel werden, wenn der Ölpreis noch weiter fällt und dauerhaft niedrig bleibt. Ob es dazu kommt, ist noch nicht absehbar. Zudem bekommen viele Förderländer – auch Russland – bei einem Ölpreis deutlich unter 100 Dollar ein Problem mit der Finanzierung ihres Staatshaushalts. Bislang allerdings liegt der durchschnittliche Ölpreis für 2014 immer noch bei 106 Dollar, nach 109 im Vorjahr. Das ist für die Ölländer noch kein schlechtes Jahr.

Werden Ölprodukte in der nächsten Zeit noch billiger? 

Das kann niemand sagen. Schon bislang ist der Preisrückgang gebremst worden, weil der Euro gegenüber dem Dollar an Wert verloren hat. Für einen Euro bekommt ein Ölimporteur nur noch 1,28 Dollar, das sind 10 Cent weniger als vor ein paar Monaten. Deshalb braucht er mehr Euro, um die gleiche Menge Dollar für den Ölkauf aufzubringen. Fällt der Euro noch weiter, ist das schlecht für den Autofahrer. Der Ölpreis selbst hat nach unten vielleicht weniger Luft als nach oben. Gibt die Opec bei ihrer nächsten Sitzung im November ein klares Signal, dann kann der Preis auch schnell wieder in den alten Preiskorridor oberhalb von 100 Dollar zurückkehren, meint Ölexperte Bukold.

Quelle: Focus Online

Wolfgang F. Hawly: Kfz-Versicherer LVM stellt die Konkurrenz in den Schatten

Kaum eine Branche weist so hohe Fanquoten auf wie die Kfz-Haftpflichtversicherer. Doch selbst unter ihnen sticht ein Unternehmen heraus: Der Versicherer LVM muss sich am wenigsten Sorgen machen, dass seine Kunden wechseln.

Für die deutschen Kfz-Versicherer beginnen die wichtigsten drei Monate des Jahres: Bis zum 30. November können deutsche Fahrzeughalter ihre Policen kündigen und den Anbieter wechseln. Im Dezember, wenn die neuen Prämienrechnungen für 2015 verschickt sind, folgt die zweite Welle: Dann haben alle, deren Vertragsprämien steigen, nochmals ein vierwöchiges Sonderkündigungsrecht.

Doch die Wechselbereitschaft hat in den vergangenen Jahren nachgelassen. Den Grund dafür liefert die Fanfocus-Studie des Mainzer forum! Marktforschung für FOCUS Online: Kaum eine Branche in Deutschland hat so viele Kunden zu Fans gemacht wie die Kfz-Haftpflichtversicherer, fast nirgendwo sonst ist die Qualität der Kundenbeziehung so hoch.

44 Prozent der LVM-Kunden sind Fans

Nach Marktanteilen liegen die Versicherer Huk Coburg und die Allianz in Deutschland vorne. Der eine (Huk) hat die meisten Einzelverträge, der andere (Allianz) die höchsten Beitragseinnahmen im Kfz-Segment.

Doch bei den Kunden, die in der Fanfocus-Auswertung befragt wurden, liegt ein anderer vorn: Die LVM Versicherung aus Münster hat innerhalb der Branche die höchste Fanquote: 44 Prozent ihrer Kunden sind so zufrieden, dass sie auch in ihrem Bekanntenkreis nur Positives über die Versicherung berichten. Der Zweitplatzierte DEVK kommt auf eine Fanquote von 38 Prozent, der R+V Versicherung auf Platz drei bescheinigen die Mainzer Marktforscher immerhin noch 33 Prozent Fans.

Kfz-Versicherungen, Fanfocus

Quelle: forum! Marktforschung

Wolfgang Hawly: BayernLB verklagt den Staat Österreich

Die Bayern LB  geht wegen des Schuldenschnitts bei der österreichischen Krisenbank Hypo Alpe Adria gegen die Alpenrepublik vor. Das Geldhaus werde beim Verfassungsgerichtshof in Wien Klage gegen ein von Österreich  verabschiedetes Hypo-Sondergesetz einlegen, sagte ein Sprecher der zweitgrößten deutschen Landesbank am Mittwoch.

Die Klage sei unausweichlich, sagte der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) der „Süddeutschen Zeitung“. „Diese Enteignung können wir uns nicht gefallen lassen.“ Nach Angaben der Zeitung hatte Söder dem österreichischen Außenminister Sebastian Kurz bei einem Treffen kürzlich erklärt,  „beim Geld hört die Freundschaft auf“.

Die Klage der BayernLB wäre die erste gegen das auch in Österreich umstrittene Gesetz. Bis dato lägen noch keine anderen Beschwerden vor, erklärte ein Sprecher des Verfassungsgerichtshof.

Österreich hatte das Gesetz zum Schuldenschnitt bei der Hypo im Sommer verabschiedet. Es sieht vor, dass bei der Abwicklung des maroden Instituts auch der ehemalige Hypo-Mehrheitseigner BayernLB und die Inhaber von Hypo-Anleihen, die vom Land Kärnten garantiert waren, zur Kasse gebeten werden. Die BayernLB muss laut dem Gesetz einen Sanierungsbeitrag von 800 Millionen Euro leisten. Den Anleihe-Gläubigern, zu denen Finanzkreisen zufolge auch die Deutsche-Bank -Tochter DWS zählt, drohen Verluste von bis zu 890 Millionen Euro.

„Beim Geld hört die Freundschaft auf“

Die BayernLB hatte unmittelbar nach der Ankündigung des Gesetzes rechtliche Schritte dagegen angekündigt. „Wir sind davon überzeugt, dass dieses auf die Enteignung der BayernLB gerichtete Gesetz keinen Bestand haben wird“, hatte die Bank damals erklärt. „Dieses Gesetz setzt sich damit in bislang nicht für möglich gehaltener Art und Weise über die rechtsverbindlichen Vereinbarungen mit der BayernLB und gesetzliche Haftungszusagen hinweg.“

Am Mittwoch wollte sich die BayernLB zunächst nicht zu den Details der Klage äußern, sie hat jedoch am Donnerstag zu einer Pressekonferenz über das weitere Vorgehen eingeladen. Auch andere betroffene Banken und Versicherungen haben Klagen gegen das Hypo-Sondergesetz angekündigt.

Das Land Bayern, das Mehrheitseigner der BayernLB ist, deutete jedoch an, dass es trotz der Klage weiter mit Österreich über einen Vergleich sprechen könnte. „Wir sind immer offen“, sagte Finanzminister Söder. Insgesamt streitet die BayernLB mit der Hypo über die Rückzahlung von Krediten in Höhe von 2,3 Milliarden Euro. Der Fall beschäftigt bereits ein Münchener Gericht.

Quelle: Focus Online