89 Filialen von Burger King müssen sofort geschlossen werden
Im Streit mit dem Filial-Betreiber Yi-Ko fährt Burger King einen harten Kurs. Nach der Kündigung des Franchisevertrags müssen 89 Filialen sofort geschlossen werden. Rund 3000 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
Burger King macht im Streit mit dem Filialbetreiber Yi-Ko Druck. Nachdem die Restaurantkette am Dienstag den Franchisevertrag mit der Yi-Ko Holding fristlos kündigte, fordert Burger King nun die sofortige Schließung der 89 betroffenen Restaurants.
„Aufgefordert, zu schließen“
„Am Dienstag, den 18. November 2014, wurde der Yi-Ko Holding die Kündigung des Franchisevertrages durch Burger King Europe übermittelt. Hierdurch ist die Yi-Ko ab sofort nicht länger befugt, die Restaurants als Burger King-Restaurants zu betreiben“, sagte eine Burger-King-Sprecherin auf FOCUS Online-Anfrage.
„Entscheidung fiel uns sehr schwer“
Yi-Ko muss die Filialen nun umfirmieren. De facto wird es aber zu Schließungen kommen. Das weiß auch das Burger King-Management.
„Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass dieser Entschluss einen negativen Einfluss auf die Mitarbeiter der von der Yi-Ko betriebenen Restaurants hat, weshalb uns diese Entscheidung sehr schwer fiel“, heißt es bei Burger King. „Deshalb werden wir in den nächsten Tagen hart daran arbeiten, diesen so gering wie möglich zu halten.“
3000 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
Von dem Aus für den größten deutschen Lizenznehmer der Fastfood-Kette sind rund 3000 Beschäftigten betroffen. „Das ist natürlich jetzt eine sehr schwierige Krise für dieses Unternehmen“, sagte Guido Zeitler, Referatsleiter für das Gastgewerbe bei der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.
„Wir brauchen ganz schnell Klarheit, wie es mit den einzelnen Restaurants weitergeht, damit die Beschäftigten die Klarheit haben, bei wem sie morgen, übermorgen und überübermorgen noch arbeiten“, forderte Zeitler. Theoretisch sei es zwar denkbar, dass eine neue Burger-Kette gegründet werde – aber das sei nicht von heute auf morgen machbar. Zugleich liefen Kosten wie Pachten und Gehälter weiter.