Wolfgang F. Hawly

Das sind die Jobs der Zukunft

 

  • Big Data Scientist

„Experten, die große Datenmengen sammeln, analysieren und für das jeweilige Unternehmen sinnvoll nutzen können, werden auf jeden Fall in der Zukunft zunehmend gebraucht werden“, sagte Sabine Pfeiffer vom Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung München der „Welt“. Denn die Menge an weltweit verfügbaren Daten wächst täglich. 2020 sollen es 44 Billionen Gigabyte sein.

Ein Big Data Scientist kann laut der „Wirtschaftswoche“ bis zu 80.000 Euro verdienen. Er sollte Informatik studiert haben und könne vor allem in der Finanzwirtschaft, der Logistikbranche, im Handel und der Industrie eingesetzt werden.

  • Altenpfleger

„Allein unsere älter werdende Gesellschaft braucht in den nächsten zehn Jahren etwa rund 300.000 zusätzliche Pflegekräfte. Aber der Markt ist schon heute leergefegt“, schreibt Klaus F. Zimmermann, Direktor des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) im Frühjahr 2013. Auch die „Seniorenwirtschaft“ eröffne neue Marktchancen: Es gibt immer mehr und immer zahlungskräftigere Senioren als Kunden.

  • Geriatriker

Deutschland altert. Die Zahl der Pflegebedürftigen könnte bis 2040 auf vier Millionen steigen. Heute brauchen 2,5 Millionen Menschen Hilfe im Alltag. Der Geriatriker ist laut der „Welt“ einer der Jobs der Zukunft. Er forscht zur Gesundheit im Alter und zu„präventiven, klinischen, rehabilitativen und sozialen Aspekten von Krankheiten beim älteren Menschen.“

  • Lehrkräfte und Erzieher

Für eine angemessene frühkindliche und schulische Bildung muss das Personal nicht nur qualifiziert sein. Es werden auch mehr Lehrkräfte gebraucht.

Die Zeitung „Welt“ sieht auch im Job der „Supernanny“ Zukunft. Sie sei „pädagogisch ausgebildet“, könne aber auch einen Haushalt führen und vielleicht Fremdsprachen sprechen, heißt es in dem Artikel.

Der Bedarf sei da, weil viel mehr Frauen mit Kindern Karriere machen wollten. Ihren Nachwuchs würden diese Karrierefrauen ungern in die Kita bringen, weil ihnen dort die Qualität nicht ausreiche.

  • Roboterberater

Die kanadische Stiftung für Bildungsförderung, “Canadian Scholarship Trust Plan” sprach mit 40 Unternehmern über mögliche Jobs der Zukunft. Die Seite „Karrierebibel“ beschreibt einen der dabei vorhergesagten Jobs: Der Roboterberater.

„Menschen, die diesem Beruf nachgehen, werden das Leben von Roboterbesitzern genau beobachten, um ein Modell zu finden, dass in die Familie passt. Sie werden Familien über Veränderungen beraten und Konflikte lösen. Roboterberater brauchen kommunikative Fähigkeiten, Einfühlungsvermögen, Verkaufstalent sowie technisches Verständnis.“

  • Ärzte

Stimmen die Prognosen für den drohenden Fachkräftemangel, könnten bereits 2020 fast neun Prozent der insgesamt angebotenen Stellen für Ärzte unbesetzt bleiben,schreibt Anna-Marleen Plume, Arbeitsmarktexpertin vom Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos.

  • Produktionsingenieur

„Das Berufsbild des Produktionsingenieurs ändert sich durch die Digitalisierung gewaltig. Seit Maschinenkommunikation in deutschen Fabriken zum Einsatz kommt, müssen die Ingenieure zunehmend IT-Kenntnisse mitbringen, die immer häufig als Zusatz in den klassischen ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen vermittelt werden“, schreibt die „Wirtschaftswoche“. Das geschätzte Jahresgehalt liege, abhängig von der Berufserfahrung, bei 55.000 bis 100.000 Euro.

  • Content Marketing Manager

Werbung verändert sich. Und Unternehmen setzen verstärkt auf die Kommunikation mit ihren Kunden. Dafür brauchen sie Content Marketing Manager. Sie produzieren Inhalte, die wichtig für die Kunden sind. Die „Wirtschaftswoche“ zählt diesen Beruf zu den Jobs, die künftig gefragt sind. Das Jahresgehalt liege bei 40.000 bis 60.000 Euro.

  • Finanzdienstleister

In der Branche „Finanz-, Versicherung und Unternehmensdienstleistungen“ wird die Erwerbstätigkeit bis 2030 sogar
um 7 Prozent steigen – zu diesem Schluss kommt die Studie „Deutschland 2030 – Die Arbeitsplätze der Zukunft“ (Juli 2014) der Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers (PwC) und des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts.

  • Frisöre                                                                                                                                    Bis 2035 spitze sich auch hier auf dem Arbeitsmarkt die Situation zu und es fehle an Bewerbern, sagt Prognos-Expertin Anna-Marleen Plume.                                                                                                                                                                                                                                                        Quelle: Huffington Post

Wolfgang F. Hawly

Ökonom Hans-Werner Sinn warnt: „Deutschland läuft auf eine Staatskrise zu“

Manche Beobachter gehen davon aus, dass die Wirtschaftskrise Geschichte ist. Der deutschen Wirtschaft gehe es doch gut, der deutsche Arbeitsmarkt sei in guter Verfassung. Alles also prima…

Doch das ist ein fataler Irrglaube. Denn die deutsche Wirtschaft hängt maßgeblich von der Zukunft der Europäischen Union ab. Und hier ist die Lage weiter düster.

Italien und Frankreich wehren sich weiter gegen längst überfällige Reformen, die Banken schleppen noch immer gefährliche Altlasten mit sich herum und EZB-Chef Mario Draghi weitet sein Aufgabengebiet immer weiter aus. Der Ankauf von Kreditverbriefungen mit dem Ziel, den Markt wiederzubeleben, habe „nichts mit Geldpolitik zu tun“ und habe „unkalkulierbare Risiken“, warnte Jürgen Stark, Ex-Chefvolkswirt der EZB, im aktuellen „FOCUS“.

Ökonom Sinn: Es droht „die nächste Kapitalvernichtung“

Auch ifo-Chef Hans-Werner Sinn, einer der Top-Ökonomen Deutschlands, warnt vor Draghis Mitteln. Sie seien nicht dafür geeignet, Probleme wie eine angeblich drohende Deflation zu lösen, sagte Sinn nach Angaben der „Welt“ am Mittwoch bei der Vorstellung seines neuen Buchs „Gefangen im Euro“.

Sinn fordert von der Großen Koalition, gegen den EZB-Kurs zu rebellieren. Denn wegen der Geldschwemme der EZB drohe „die nächste Kapitalvernichtung“. „Schon jetzt“, so Sinn, „läuft Deutschland in 15 Jahren, wenn die Babyboomer in Rente gehen, auf eine Staatskrise zu. Wenn da noch die Rettungspolitik oben draufkommt, bei der die Risiken von Investoren auf die Bürger umgelenkt wurden, wird das Problem noch größer“, zitiert die „Welt“ den ifo-Chef.

Sinn rechnet gnadenlos mit der Euro-Rettungspolitik ab. „Europa drohen zwei verlorene Jahrzehnte“, sagte Sinn laut der „Welt“. Sinn meckert nicht nur. Er hat auch eine klare Vorstellung davon, was anders laufen muss.

Er fordert unter anderem Schuldenschnitte für Europas Pleitestaaten und die Möglichkeit, dass innerhalb der Euro-Zone auch andere Währungen möglich sein müssten.

Allein nur: Er glaubt nicht daran, dass sich am Status Quo etwas ändert. Sinns Schreckenszenario: „Ich erwarte eine Fortsetzung der Kapitalvernichtung mit langjährigem Siechtum.“

Bereits am Dienstag hatte Nobelpreisträger Joseph Stiglitz im „Handelsblatt“ über Deutschlands merkwürdige „Alles ist super“-Sicht gelästert. Schließlich sei Merkels Konzept des Sparens in Europa „gescheitert“, so Stiglitz. „Niedrige Löhne, niedrigere Gewinne und geschwächte Sozialsysteme – all das wurde im Namen der Euro-Rettung in Kauf genommen“, wetterte Stiglitz.

Zudem werde die deutsche Wirtschaft „überschätzt“. Sie sei in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich um 0,63 Prozent gewachsen. „Unter normalen Umständen würde man eine solche Rate als Versagen bezeichnen. Deutschland sieht nur deshalb so stark aus, weil die andere Staaten Europas so schlecht aussehen“, stichelte Stiglitz.

Wolfgang F. Hawly

Steuerabkommen   Der erste Schritt zu einem Weltfinanzamt

Mehr als fünfzig Länder wollen Anleger zu mehr Steuerehrlichkeit erziehen. Auch der aggressiven Steuergestaltung von Weltkonzernen wird der Kampf angesagt. Doch der Steuerwettbewerb sollte dadurch nicht abgeschafft werden. Ein Kommentar von Manfred Schäfers 1.11.2014

Heute schiebt der Anleger mit einem Klick sein Geld rund um den Globus, morgen holt sich der Finanzbeamte mit einem Klick Kapitaleinkünfte von fast überall auf der Welt auf den Schirm. Und dieses Morgen kommt schneller, als es viele gestern noch für möglich gehalten haben. Fast hundert Staaten haben sich diese Woche dazu bekannt, am automatischen Informationsaustausch in Steuersachen teilzunehmen. Mehr als fünfzig Länder wollen erstmals im September 2017 Daten über Konteninhaber, Zinsen, Dividenden und sonstige Kapitalerträge austauschen, die sie ein Jahr zuvor gesammelt haben. Zudem soll es schwerer werden, sich hinter anonymen Konstruktionen wie Trusts zu verstecken, da die wirtschaftlich Begünstigten genannt werden müssen. Weitere Länder werden ein Jahr später nachziehen.

Auch wenn die Daten erstmals in drei oder vier Jahren an die anderen Finanzbehörden gehen, wirkt sich das schon heute aus. Kapitalerträge, die nie versteuert wurden, aber dann bekannt werden, lassen die Finanzbehörden tief in die Vergangenheit eintauchen. Die Nichtsteuerzahler werden sich unangenehmen Fragen stellen müssen: Wie lange haben sie diese Einkünfte? Woher stammt der Kapitalstock? Warum haben sie das in ihrer Steuererklärung verschwiegen? Zehn Jahr können die Finanzbehörden schon heute zurückgehen. Künftig wohl noch länger. Dann dürfte die Verjährung für Auslandssachverhalte in vielen Fällen ausgesetzt werden.

Die Liste der Länder, die an dem Datenaustausch teilnehmen, lässt nur einen Schluss zu: Das Bankgeheimnis ist nicht nur auf nationaler Ebene längst Geschichte, auch international gibt es kaum noch Möglichkeiten, sich vor dem Fiskus zu verstecken – ohne dass es dazu der fragwürdigen Zusammenarbeit mit Datendieben bedarf. Die gesamte EU macht mit, zudem werden wichtige Finanzplätze wie die Schweiz, Singapur, die Cayman Inseln, Bermuda und die britischen Jungferninseln eingebunden sein. Wer jetzt nicht zügig das Angebot nutzt, sich dem Fiskus zu offenbaren, um mit einem blauen Auge davonzukommen, dem ist nicht zu helfen. Dass die strafbefreiende Selbstanzeige nächstes Jahr teurer wird, sollte ein zusätzlicher Anreiz sein.

Wer das Versteckspiel mit dem Fiskus auf die Spitze treiben will, hat vielleicht noch die Möglichkeit, in Dubai abzutauchen, aber sicher sein kann er sich nicht, dass der internationale Druck nicht auch dort eine Beteiligung am Datenaustausch erzwingen wird. Anleger, die gewiss sein wollen, stets an ihr Geld zu kommen, werden Plätze wie Kinshasa, Harare oder Ougadougou nicht ernsthaft in Erwägung ziehen.

Finanzminister haben bemerkenswerten Fortschritt erzielt

Die Finanzminister haben somit im Kampf gegen die Steuerhinterziehung einen bemerkenswerten Fortschritt erzielt. Aber auch auf einem anderen Feld gibt es sichtlich Bewegung. Man will es internationalen Konzernen schwerer machen, sich weitestgehend von Steuerlasten zu befreien. Um es ganz klar zu sagen: Dabei handelt es sich um ein anders gelagertes Problem. Das Ausnutzen von Steuerlücken, die sich für grenzüberschreitende Geschäfte eröffnen, ist legal. Das ist auch nicht moralisch zu verdammen. Zum einen sind die Vorstände von Kapitalgesellschaften verpflichtet, zum Wohle ihrer Aktionäre zu handeln. Zum anderen laden Regierungen sie vielfach geradezu dazu ein, sich bestimmter Instrumente zu bedienen, etwa indem sie Sondersteuersätze für Lizenzeinnahmen anbieten.

Wenn nun die Staatengemeinschaft enger zusammenarbeiten will, damit solche Multis ihre Steuerlast nicht gegen Null drücken können, ist grundsätzlich wenig dagegen zu sagen. Unternehmen sollten sich wie die Bürger an den Kosten des Gemeinwesens beteiligen, in dem sie arbeiten und wo sie von der öffentlichen Infrastruktur profitieren. Wenn die Staats- und Regierungschefs auf dem Gipfel der zwanzig wichtigsten Wirtschaftsnationen in zwei Wochen in Brisbane sich grundsätzlich darauf verständigen, mehr gegen die „aggressive“ Steuergestaltung zu tun, muss das nicht verkehrt sein – wenn die Maßnahmen nur darauf abzielen, wirtschaftliche Aktivität und Steuerpflicht zusammenzuhalten.

Ansprüche und Steuerlasten in einigen Ländern geringer

Nun gibt es aber Länder, in denen die Menschen und Unternehmen viel vom Staat verlangen, sie müssen entsprechend mehr dafür zahlen. In anderen Ländern sind die Ansprüche und damit die Steuerlasten geringer. Wenn das Verhältnis zwischen Leistung und Kosten nicht mehr stimmt, können wohlhabende Bürger dahin gehen, wo man besser mit ihnen umgeht. Frankreich hat gerade erlebt, wie schnell so etwas passiert, als die sozialistische Regierung die Spitzenbelastung kurzerhand auf 75 Prozent hochtrieb. Schweden hat ähnliche Erfahrungen früher gemacht – und ist heute davor gefeit, Bürger oder Konzerne abstrus zu überfordern. Unternehmen sind in solchen Fällen erfahrungsgemäß noch mobiler als Privatleute.

Der neue grenzüberschreitende Zusammenschluss der Finanzbehörden birgt somit auch die Gefahr, dass er später missbraucht wird, um jeglichen Steuerwettbewerb auszuschalten. Dann wird es gefährlich. Denn allein der Steuerwettbewerb garantiert, dass die Mehrheit nicht die Minderheit ausplündert.

Autor: Manfred Schäfers, Jahrgang 1961, Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

Wolfgang F. Hawly

Risikokapitalgeber schreiben ihr eigenes Gesetz

Deutschen Wagniskapitalgebern ist die Politik zu langsam. Deshalb schreiben sie nun kurzerhand selbst einen Gesetzentwurf, der günstigere Bedingungen für Investitionen in Start-Ups schaffen soll.

Weil ihnen die Politik zu langsam ist, schreiben die Wagniskapitalgeber in Deutschland selbst einen Gesetzesentwurf. Sie erinnern die Regierungskoalition an deren Versprechen, günstigere Bedingungen für Risikokapital (Venture Capital) zu schaffen. Seit den Ankündigungen im Koalitionsvertrag sei knapp ein Jahr vergangen, aber nichts passiert, sagte die Geschäftsführerin des Branchenverbandes BVK, Ulrike Hinrichs, im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z./Montagsausgabe). „Deswegen haben wir beschlossen: Jetzt schreiben wir selbst ein Gesetz.“ Vorgestellt werden soll es im Januar.

Die Bundesregierung hatte im Koalitionsvertrag im November 2013 günstigere Bedingungen für Investoren in Aussicht gestellt, die Geld in Start-ups stecken, vor allem in High-Tech-Unternehmen. Die „rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen“ sollten sich verbessern, hieß es. Dem folgte im März ein Antrag der Regierungsfraktionen im Bundestag, Eckpunkte für ein Venture-Capital-Gesetz vorzulegen.

Weil er keine Bewegung sieht, prescht der BVK, der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften, nun selbst vor. Vor einigen Monaten hatte der Verband zusammen mit  zwei anderen Verbänden ein Bündel von Maßnahmen angemahnt, das Wagniskapital fördern soll. Darunter sind Regeln zur Berücksichtigung von Jungunternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen, steuerliche Vorteile für Forschungsausgaben und der Verzicht darauf, eine  Umsatzsteuer auf Verwaltungsleistungen von Fondsmanagern zu erheben. Diese Schritte sollen auch die Grundlage für den Gesetzesentwurf bilden: „Sie können relativ sicher davon ausgehen, dass ein Großteil der Maßnahmen sich in dem Gesetz wiederfinden wird“, sagte Hinrichs.

Nach BVK–Daten flossen im vergangenen Jahr in Deutschland 702 Millionen Euro Wagniskapital.

Quelle: F.A.Z.

 

Wolfgang F. Hawly

Alibaba will mit Apple gemeinsame Sache machen

 Es wäre eine Zusammenarbeit unter Riesen: Chinas Internetkonzern Alibaba will beim Bezahldienst mit Apple kooperieren. Noch in dieser Woche treffen sich die beiden Firmen-Chefs.

28.10.2014

© DPA Alibaba-Chef Jack Ma

Alibaba-Chef Jack Ma will künftig im Bereich der Bezahldienste gemeinsame Sache machen mit dem Branchenriesen Apple. Das berichtet das Wall Street Journal. Erst im September war der chinesische Internetkonzern erfolgreich an die Börse gegangen.

„Ich hoffe, dass wir etwas zusammen machen können“, sagte Ma am Montag während einer Technologiekonferenz der amerikanischen Zeitung in Kalifornien. Es solle jedoch eine „Ehe“ sein, die von beiden gewollt sei.

Während Apple seinen Bezahldienst Apple Pay erst im Oktober gestartet hat, ist Alibaba in dem Geschäftsfeld schon ein alter Hase. Sein Dienst Alipay, der Paypal ähnelt, hat laut Ma 300 Millionen aktive Nutzer. Ma äußerte sich allerdings nur zögerlich zu der Frage, ob er Paypal kaufen wolle, wenn der Bezahldienst von Ebay abgespalten werde.

Apple-Chef Tim Cook will sich im Verlauf der Woche mit Jack Ma treffen, um über mögliche Kooperationen zu beraten. Alibaba habe alle Eigenschaften eines Unternehmens, mit dem sich Apple gerne zusammentun werde. Er machte jedoch keine Aussage dazu, ob Apple bei Bezahldiensten mit Alibaba zusammenarbeiten wolle.

Gerade die Vereinigten Staaten bieten nach Aussage des Alibaba-Chefs für den chinesischen Internetkonzern „großartige Möglichkeiten im E-Commerce“. In den Vereinigten Staaten sieht Ma noch Potential für mehr Wettbewerb zwischen den Internetunternehmen. „Amazon, Ebay. Man braucht mehr“, sagte Ma.

Im Juni dieses Jahres hatte Alibaba die amerikanische Shopping-Plattform 11 Main auf den Markt gebracht. Ma wolle zudem mehr kleine amerikanische Unternehmen mit Chinas Märkten verbinden, um die Nachfrage chinesischer Verbraucher nach ausländischen Produkten zu befriedigen.

Seit dem Börsengang im September haben die Aktien von Alibaba um 44 Prozent zugelegt. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beträgt mehr als 240 Milliarden Dollar. Damit ist Chinas Internetkonzern größer als Amazon und Ebay zusammen.

Quelle: ancs

Wolfgang F. Hawly Bayern vs. Deutschland

16 Dinge, die in Bayern eine total andere Bedeutung haben als in Deutschland 

Mit den Bayern ist das so eine Sache. Die Deutschen glauben oft, Sie verstehen das Volk aus dem Süden nicht. Und die Bayern wiederum glauben, Sie verstehen die Deutschen nicht.

Aus gutem Grund. Denn hier sind 16 Dinge, die in Bayern eine ganz andere Bedeutung haben als in Deutschland:

  1. Bier

Was es überall bedeutet: Alkoholisches Getränk, gereicht in Gläsern und Flaschen zwischen 0,2 (klein) und 0,5 Litern (groß).

Was es in Bayern bedeutet: Grundnahrungsmittel. Nur echt in 1-Liter-Maßkrügen.

 2.   Kaiser

Was es überall bedeutet: Herrschaftstitel, zum Beispiel im Römischen Reich oder im Mittelalter.

Was es in Bayern bedeutet: Bezeichnung für Franz Beckenbauer, einen ehemaligen deutschen Fußballer. Weltmeister und Lichtgestalt.

 

  1. Politik

Was es überall bedeutet: “Institutionen, Prozesse, Praktiken und Inhalte, die die Einrichtung und Steuerung von Staat und Gesellschaft im Ganzen betreffen.” (Wikipedia)

Was es in Bayern bedeutet: Alleiniger Herrschaftsbereich der Christlich Sozialen Union (CSU).

 

  1. FJS

Was es überall bedeutet: nichts.

Was es in Bayern bedeutet: Franz Josef Strauß. Übervater. Ehemaliger Ministerpräsident Bayerns und CSU-Vorsitzender.

 

  1. Deutscher Meister

Was es überall bedeutet: Besondere Auszeichnung, vor allem im Sport.

Was es in Bayern bedeutet: Dauerzustand. Verfehlungen werden mit harten Strafen geahndet.

 

  1. Wies(e)n

Was es überall bedeutet: Grünflächen, die der Erholung oder sportlichen Ertüchtigung dienen.

Was es in Bayern bedeutet: Ehemalige Grünfläche, inzwischen vor allem grau. Veranstaltungsort und gleichzeitig Bezeichnung des jährlichen Oktoberfests. Schauplatz zweiwöchiger trinksportlicher Ertüchtigung.

 

  1. Ich gehe nach der Arbeit noch mal eben einkaufen.

Was es überall bedeutet: Ich gehe nach der Arbeit noch mal eben einkaufen.

Was es in Bayern bedeutet: Maaaaann! Hat schon wieder alles zu!

 

  1. Preußen
    Was es überall bedeutet: Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges ein Land zwischen Ostsee, Pommern, Polen und Litauen.

Was es in Bayern bedeutet: Mehr oder weniger alles, was nördlich von München liegt, insbesondere auch Franken.

 

  1. “Das macht doch kein Mensch nicht.”

Was es überall bedeutet: Hä?

Was es in Bayern bedeutet: “Das macht doch kein Mensch nicht.” (eine Eigenheit der bayerischen Sprache ist die doppelte Verneinung)

 

  1. Viertel vor acht

Was es überall bedeutet: Viertel vor acht. 7.45 oder auch 19.45 Uhr.

Was es in Bayern bedeutet: Hä? (Der Bayer sagt Dreiviertel acht)

 

  1. Föhn

Was es überall bedeutet: Ein Gerät zum Haaretrocknen.

Was es in Bayern bedeutet: Sich auf die allgemeine Befindlichkeit auswirkendes Wetterphänomen. Verursacht Kopfschmerzen und allgemeine Unlust.

 

  1. Schule

Was es überall bedeutet: Fortbildungseinrichtung für Kinder und Jugendliche zur Vorbereitung auf die Herausforderungen des Lebens.

Was es in Bayern bedeutet: Ort geistiger Höchstleistungen, ständiger Prüfungen, auch unangekündigt („Extemporale“, kurz „Ex“), mit dem Ziel, die Elite des Landes hervorzubringen.

 

  1. Gott

Was es überall bedeutet: Übernatürliches Wesen oder höhere Macht.

Was es in Bayern bedeutet: Gott mit dir du Land der Bayern, Heimaterde, Vaterland! Über deinen weiten Gauen walte seine Segenshand! Er behüte deine Fluren, Schirme deiner Städte Bau. Und erhalte dir die Farben deines Himmels, Weiß und Blau! (aus der Bayernhymne)

 

  1. Heilige Drei Könige, Fronleichnam, Allerheiligen

Was es (fast) überall bedeutet: Tage der Arbeit

Was es in Bayern bedeutet: Feiertage.

 

 5.   Berlin

Was es überall bedeutet: Berlin, die Hauptstadt Deutschlands.

Was es in Bayern bedeutet: Irgendeine Stadt in Preußen.                                                         Die deutsche Hauptstadt ist München.

 

  1. Bayern

Was es überall bedeutet: Land im Süden, das sich für besser hält als der Rest der Republik und nur unter Vorbehalt zu Deutschland gehörig fühlt.

 Was es in Bayern bedeutet: Bayern gehört zu Bayern. Die Bayerische Verfassung stellt aber ausdrücklich fest, dass auch andere Deutsche dazugehören dürfen: „Alle deutschen Staatsangehörigen, die in Bayern ihren Wohnsitz haben, besitzen die gleichen Rechte und haben die gleichen Pflichten wie die bayerischen Staatsangehörigen.“   (Artikel 8, Gleichstellung aller Deutschen).

 

Und was es im Ausland bedeutet: Bayern und Deutschland sind ein und dasselbe.

 

 

Wolfgang F. Hawly, die Wahrheit über München

15 hässliche Wahrheiten, die Ihnen ein Münchner nie über seine Stadt erzählen wird.

Es gibt viele nette Dinge, die man über deutsche Großstädte sagen kann. Sogar über München.

Am nettesten reden natürlich meist die Einheimischen selbst über ihre eigenen Städte. Gerade die bayerische Landeshauptstadt ist voll von Lokalpatrioten, die Fremden niemals die Wahrheit über München erzählen würden.

Schluss damit: Hier sind 15 hässliche Wahrheiten, die Ihnen nie ein Münchner über seine Stadt erzählen würde.

1. München ist keine grüne Stadt

Klar, München hat den Englischen Garten, der unter Einheimischen immer im stoiberschen Klassenstrebersprech mit dem Vize-Superlativ als „zweitgrößter Stadtpark der Welt“ bezeichnet wird. Und sonst so? Olympiapark. Westpark. Perlacher Forst. Und dann wird’s eng.

Tatsächlich ist München die am dichtesten bebaute Großstadt Deutschlands. Hier leben 4531 Einwohner auf dem Quadratkilometer. Doppelt so viele wie in Hamburg (2312) und Köln (2553), und auch zum „Moloch“ Berlin herrscht gebührender Respektabstand (3837).

Hinzu kommt, dass durch die schmalen, spärlich begrünten Straßen in München schnell ein Gefühl der Enge entsteht.

2. Deshalb ist das größte Kompliment, das die Münchner ihrem München machen: „Man ist schnell draußen“

Fragt man Münchner, warum sie gerne in ihrer Stadt leben, wird verständlicherweise niemand sagen: „Weil es hier so preiswert ist.“ Oder: „Weil man so schnell neue Menschen kennenlernt.“ Fast jeder aber antwortet reflexhaft: „Weil man schnell in den Bergen ist.“ Welch Ironie.

Das erinnert an Heinrich Heine, der einst über Göttingen schrieb: „Die Stadt selbst ist schön, und gefällt einem am besten, wenn man sie mit dem Rücken ansieht.“ Eigentlich ist dieses „Man ist schnell draußen“ wohl die bayerische Entsprechung zum rauen, ruhrdeutschen Heimatbekenntnis: „Scheiße is auch anderswo.“

3. Vergesst Bochum und Gießen! München ist Deutschlands Betonhauptstadt

Ein teuflisch genialer PR-Schachzug der Stadt München war es, der Welt weiszumachen, dass die Stadt nur aus Biergärten, dem Englischen Garten und barocken Kirchen bestünde. Wer mal an der Schwanthalerhöhe oder in der Olympiapressestadt seine rosarote Brille abnimmt, dem schlägt die brutale Wahrheit dann wie ein nasses Handtuch ins Gesicht.

München ist die wahrgewordene Hieronymus-Bosch-Phantasie von hyperaktiven Bauhaus-Architekten mit einem zärtlich ausgelebten Fetisch für Betongussverfahren.

Das ist nicht unbedingt verwunderlich: München ist nach dem Zweiten Weltkrieg schwer zerstört gewesen. Und außerdem ist die Stadt in der Glanzzeit der Höher-Breiter-Billiger-Architektur enorm gewachsen. Dass aber die Münchner heute im duseligen „Mei, is des schee“-Selbstzufriedenheitsgefühl mit dem Finger auf Herne oder Kassel zeigen, zeugt eher von einem gestörten Verhältnis zur Realität.

Übrigens, Münchner: Selbst die netten Fassaden an der Ludwigsstraße wurden nach dem Krieg teilweise aus Beton rekonstruiert. Aber jetzt nicht weinen.

4. Münchner arbeiten meist dort, wo die Stadt am hässlichsten ist

In ihrer ohnehin schon grausam verbauten Stadt finden die Münchner oft nur an den hässlichsten Ecken noch einen Arbeitsplatz. Der Grund dafür: Dort, wo München nach dem Krieg ganz passabel rekonstruiert wurde, kann sich kein redlich arbeitendes Unternehmen mehr die Mieten für Gewerbeimmobilien leisten.

Diese Erfahrung teilen die Siemens-Mitarbeiter im Münchner Süden mit den BMW-Arbeitern im Norden und den Kreativen in der postnuklearen Stadtlandschaft hinter dem Leuchtenbergtunnel.

5. Wer immer noch nicht glauben will, dass die deutsche Infrastruktur bröckelt, sollte mal nach München kommen

Okay, der Osten hat von den Finanztransfers der vergangenen Jahre überdurchschnittlich stark profitiert. In Leipzig gibt es jetzt den City-Tunnel, durch Thüringen wird gerade eine hochmoderne ICE-Trasse gebaut.

Trotzdem ist man als naiver Städtetourist nicht auf den Schock vorbereitet, der einen trifft, wenn man zum ersten Mal die Münchner S-Bahn auf der Stammstrecke benutzt.

Baustellen. Ranzige Anzeigentafeln. Dunkle, abgelebte Schächte, oft mit farbigen, glasierten, versifften Kacheln gefliest, die stilistisch an die alte Bundesrepublik erinnern. Der Ostbahnhof stellt zudem das deutschlandweit am schlimmsten gescheiterte Infrastrukturprojekt der Nachkriegszeit dar. Wer sich noch nie am Ostbahnhof verlaufen hat, hat ihn nicht gesehen.

6. München war einmal eine Künstlerstadt. Jetzt wird hier nur noch Kunst ausgestellt

Es ist schon verdammt lange her. Aber München war einmal Treffpunkt für Kreative und Anarchos aus der ganzen Welt. Noch in den 70er-Jahren galt die bayerische Landeshauptstadt als Deutschlands aufregendste Metropole. Die Zeiten sind lange vorbei. Wer heute mit Kunst sein Leben bestreiten will, muss nach spätestens sechs Monaten mit dem Räumungsbescheid für seine Wohnung rechnen.

Kein ernstzunehmender Nachwuchskünstler ohne einen Zahnarztpapa aus Starnberg kann sich diesen Kostenwahnsinn in München noch leisten. Die Folge: München bezeichnet sich zwar immer noch gern selbst als Stadt der Künste. Doch hier wird keine Kunst mehr geschaffen. Sondern nur noch ausgestellt.

7. Die Lebenshaltungskosten sind mittlerweile so hoch, dass Unternehmer Probleme haben, neue Mitarbeiter zu finden

Diese Meldung hätte kürzlich das Kreisverwaltungsreferat in Alarmstimmung versetzen müssen: Freie Stellen können von Unternehmen bisweilen nicht mehr besetzt werden, weil sich kein normaler Arbeitnehmer von außerhalb die Lebenshaltungskosten leisten kann. Gewarnt wird davor seit 15 Jahren. Etwas dagegen unternommen hat niemand etwas.

8. Die Ladenöffnungszeiten in München sind eine Zumutung für jeden Arbeitnehmer

Nicht nur, dass München keine Kiosk-, Späti-, oder Büdchenkultur hat: Auch die Öffnungszeiten der Supermärkte verharren auf dem Stand der Kohl-Ära, während die ohnehin schon von Kostenstress und Überstunden geplagten Arbeitnehmer meist vor verschlossenen Schiebetüren stehen.

Auch das macht diese Stadt ein Stück weit unmenschlich: Die Dienstleistungsmentalität erinnert manchmal an die gute, alte DDR.

9. Das Oktoberfest war mal ein Volksfest. Jetzt ist es eine Kreuzung aus Merchandising, Protzkultur und Komasaufen

Und wer als Angehöriger des „Volkes“ auf dieses so genannte Volksfest gehen will, muss sich entweder schon mit den Berufsalkoholikern morgens um zehn die Kante geben oder darauf hoffen, dass ihn die Gnade des Großkapitals in Form einer Einladung für einen der reservierten Tische in den maßlos überfüllten Zelten ereilt.

Haste was, biste was. Als armer Schlucker dagegen kannst du auf dem Oktoberfest die meiste Zeit nur den anderen beim Feiern zuschauen. Draußen, vor dem Zelt.

10. München ist eine Stadt der Alten

Schon ein Blick auf die Klatschseiten genügt, um festzustellen, dass sämtliche relevanten Promis in dieser Stadt über 40 sind, die meisten sogar über 50. Und so schwer man sich Franz Beckenbauer und Uschi Glas als junge Menschen vorstellen kann: Sie waren es tatsächlich einmal. Aber genauso lang ist es schon her, dass diese Stadt mal für junge Menschen wirklich attraktiv war.

11. Der Englische Garten ist tatsächlich schön. Leider wissen das zu viele

Der Berliner Tiergarten mit seinen rauchenden Grillen und den Bergen von Abfall ist nichts dagegen, was sich bei Sonnenschein im Englischen Garten abspielt: Jeder, und wirklich jeder transportfähige Münchner wackelt dann in den Park, um dort zwischen allerlei Bongogekloppe und Teeniegekreische das zu finden, was er in seiner völlig überlaufenen Stadt wohl als „Erholung“ bezeichnet.

Tatsächlich ist der Englische Garten ein sehr schöner Ort. Morgens um sechs, kurz nach Sonnenaufgang, wenn einem allenfalls ein paar verstrahlte Jogger begegnen.

12. Wer Fußball in der Allianz-Arena schauen will, kann sich jeden Samstag auf Erstickungszustände in der U-Bahn einstellen

In einer völlig kaputt spekulierten Stadt wie München gab es für ein neues Fußballstadion natürlich keinen Baugrund im Stadtzentrum mehr. Deshalb musste die „Allianz-Arena“ in Fröttmaning gebaut werden? Frött…was? Genau dort. Und natürlich fährt dort nur eine maßlos überlaufene U-Bahn hin.

S-Bahn- oder sogar ein Fernbahnanschluss: Fehlanzeige. Selbst wenn man als Nicht-Bayer nur dort hin will, um im Gästeblock die nächste Münchner Meisterschaft nach Halseskräften zu verhindern, kommt man sich nach der Anreise vor wie angelutscht und ausgepuckt.

13. München hat keine Streetfood-Kultur

Der heißeste Essenstrend dieses Jahres ist „Streetfood“. Grob gesagt bezeichnet das alles Essen, das außerhalb von Restaurants an Straßen verkauft wird. Das müssen nicht immer nur Döner oder Pommes sein, in Berlin ist eine ganze Kultur um den Trend herum entstanden mit Märkten, Festivals und feinen Imbissständen.

In München probiert man dagegen immer noch, eine halbwegs essbare Currywurst zu produzieren.

14. Die Münchner Innenstadt ist mittlerweile ein Vergnügungspark für Touristen und Investmentbanker geworden

Kaum jemand mit einem normalen Job kann sich noch eine Wohnung in der Münchner Innenstadt leisten. Das hat zwei Folgen.

Erstens ist das Stadtzentrum ein Shoppingparadies geworden, in dem Extremkonsumenten und Touristengruppen sich tagsüber gegenseitig auf die Füße treten. Nach Ladenschluss sieht es in der Kaufinger Straße dann aus wie im Legoland bei Regenwetter. Zweitens locken die hohen Mieten die Hochfinanz an.

Das Wort „exklusiv“ kommt auf diese Weise in München wieder zu seiner ursprünglichen Bedeutung zurück: „ausschließlich“ oder auch „ausschließend“. Genau das beschreibt die Atmosphäre zwischen Sendlinger Tor und Odeonsplatz am besten.

15. Ganze Stadtteile dämmern in einer Parallelwelt vor sich hin

Wenn in den Medien von München die Rede ist, dann oft nur von den Stadtteilen im Zentrum. Schwabing zehrt seit 50 Jahren von seinem wilden Image in den 60er-Jahren, Haidhausen ist der Gentrifizierungs-Hotspot, und das Westend soll seit 15 Jahren irgendwann mal cool werden.

Aber Hasenbergl? Neuperlach? Milbertshofen? Dort leben die weniger Wohlhabenden, die sich in München aber trotzdem die happigen Mieten leisten müssen. Vom bunten Leben in der Innenstadt kriegen diese Menschen nur wenig mit.

Kein Wunder, wenn dort Partys durchaus schon mal 15 bis 20 Euro Eintritt kosten und man wegen seiner Schuhe vom Türsteher ausgesondert wird. Ein weiterer Grund, warum München schon lange keine „Weltstadt mit Herz“ mehr ist.