{"id":75,"date":"2014-09-21T14:17:08","date_gmt":"2014-09-21T12:17:08","guid":{"rendered":"http:\/\/haup.eu\/?p=75"},"modified":"2014-12-16T13:19:47","modified_gmt":"2014-12-16T11:19:47","slug":"so-frisst-sich-die-euro-schuldenkrise-durch-europa","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/haup.eu\/?p=75","title":{"rendered":"So frisst sich die Euro Schuldenkrise durch Europa"},"content":{"rendered":"<div class=\"articleHead\"><\/div>\n<div class=\"articleContent small\">\n<div class=\"mediaBlock ps-sidebar clearfix\">\n<div id=\"imagefwid1\" class=\"image clearfix\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" title=\"Der Euro droht an der Schuldenkrise zu zerbrechen\" src=\"http:\/\/p5.focus.de\/img\/fotos\/origs1219524\/2040373122-w300-h205-o-q75-p5\/Eurom-FCnze-2.jpg\" alt=\"Chronologie, Euro-Rettung, Griechenland, Irland, Portugal, Schuldenkrise, Spanien\" width=\"300\" height=\"205\" border=\"0\" \/><\/div>\n<div class=\"image clearfix\"><\/div>\n<div class=\"image clearfix\">Der Euro droht an der Schuldenkrise zu zerbrechen<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"leadIn\">\n<p>Seit 2010 versucht die Politik, die Schuldenkrise in den Griff zu kriegen. Allen Garantien, Krediten und Versprechen zum Trotz ist kein Ende in Sicht. Die wichtigsten Stationen im \u00dcberblick.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<p>Was mit gef\u00e4lschten Haushaltsdaten <a class=\"uc i\" title=\"Mehr zu in Griechenland\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/orte\/griechenland\/\">in Griechenland<\/a> begann, hat sich zu einer Krise des Euroraums ausgeweitet. Die Hoffnungen der Politiker, mit den Hilfspaketen f\u00fcr Athen die Krise einzud\u00e4mmen, haben sich nicht erf\u00fcllt. Auch Irland und Portugal brauchten Milliardenkredite. Griechenland wurde im Fr\u00fchjahr 2012 <a title=\"EU: EU-Experte: Schuldenschnitt Grundlage f\u00fcr Neustart Griechenlands\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/eu-eu-experte-schuldenschnitt-grundlage-fuer-neustart-griechenlands_aid_724493.html\">ein Gro\u00dfteil seiner Schulden erlassen<\/a>. Im Juni 2012 <a title=\"IWF \u00fcberwacht Umsetzung der Auflagen: Spanien muss f\u00fcr die Notkredite Kontrollen akzeptieren\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/wirtschaftsticker\/iwf-ueberwacht-umsetzung-der-auflagen-spanien-muss-fuer-die-notkredite-kontrollen-akzeptieren_aid_765515.html\">beantragte schlie\u00dflich Spanien Hilfen aus den europ\u00e4ischen Rettungst\u00f6pfen<\/a>, um sein Bankensystem zu st\u00fctzen. Die bisherige Entwicklung:<\/p>\n<p><strong><br \/>\nOktober 2009:<\/strong> In Griechenland gewinnen die oppositionellen Sozialisten die vorgezogene Parlamentswahl. Giorgos Papandreou wird Ministerpr\u00e4sident. Die neue Regierung revidiert die Zahlen zur Staatsverschuldung: Das Defizit werde nicht wie von der Vorg\u00e4ngerregierung angek\u00fcndigt bei sechs, sondern bei 12,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen. (Am Ende des Jahres liegt das Defizit sogar bei 15,4 Prozent.) Das Vertrauen in die Staatsfinanzen beginnt zu sinken. Die Ratingagenturen beginnen in den folgenden Monaten, die Kreditw\u00fcrdigkeit Griechenlands herabzustufen. Spekulationen um eine Staatspleite beginnen. Auch Spanien, Portugal und Irland sind angeschlagen. Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat die Defizite in bedrohliche H\u00f6he schie\u00dfen lassen. Schon bald ist nur noch von den PIGS-Staaten die Rede.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<p><b>Februar 2010: <\/b>Ein EU-Sondergipfel sagt Athen politische Unterst\u00fctzung zu, gew\u00e4hrt aber keinen Finanzbeistand. Die M\u00e4rkte reagieren verunsichert.<\/p>\n<p><b>M\u00e4rz 2010: <\/b>Die Staats- und Regierungschefs der Euro-L\u00e4nder einigen sich auf einen Rettungsplan f\u00fcr Griechenland.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<p><b>23. April 2010:<\/b> <b><a title=\"Schuldenkrise: Griechenland ruft um Hilfe\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/schuldenkrise-griechenland-ruft-um-hilfe_aid_501367.html\">Griechenland bittet die EU und den Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IWF) offiziell um Hilfe.<\/a><\/b> IWF und Euro-L\u00e4nder sind bereit, dem Land mit 45 Milliarden Euro unter die Arme zu greifen.<\/p>\n<p><b>2. Mai 2010: <\/b>Griechenland bekommt eine Finanzhilfe von 110 Milliarden Euro. Die Finanzminister der 16 Eurostaaten beschlie\u00dfen ein auf drei Jahre angelegtes Hilfspaket. 80 Milliarden Euro kommen von den Eurostaaten, weitere 30 Milliarden Euro gibt der IWF. Athen muss das Defizit bis 2014 unter drei Prozent des BIP absenken und beschlie\u00dft ein striktes Sparprogramm. Doch die Annahmen erweisen sich als zu optimistisch, wie sich sp\u00e4ter zeigen wird: Die griechische Wirtschaft st\u00fcrzt in die Rezession, die Steuereinnahmen steigen nicht wie geplant.<\/p>\n<p><b>Mai 2010:<\/b> Im selben Monat spannen die EU-Staaten einen Rettungsschirm in H\u00f6he von<b> <\/b>750 Milliarden Euro<b> <\/b>auf, um klamme Euro-L\u00e4nder notfalls mit Krediten zu versorgen. Doch die Hoffnungen, damit die Schuldenkrise zu beenden, werden sich nicht erf\u00fcllen.<\/p>\n<p><b>21. November 2010:<\/b> <b><a title=\"Irland-Krise: Milliardenhilfen f\u00fcr Land Nummer 2\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/irland-krise-milliardenhilfen-fuer-land-nummer-2_aid_574296.html\">Irland beantragt als erstes Land Hilfen aus dem Rettungsschirm<\/a><\/b>. <a title=\"Br\u00fcssel: Irland-Hilfe unter Dach und Fach\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/bruessel-irland-hilfe-unter-dach-und-fach_aid_576604.html\">Am 28. November stimmen die EU-Finanzminister einem Hilfspaket in H\u00f6he von 85 Milliarden Euro zu<\/a>. Im Gegenzug muss Irland harte Sparauflagen erf\u00fcllen.<\/p>\n<p><b>25. M\u00e4rz 2011: <\/b>Der EU-Gipfel verabschiedet ein Gesamtpakt zur \u00dcberwindung der Schuldenkrise. Dazu geh\u00f6ren der permanente Rettungsschirm, eine Sch\u00e4rfung des Stabilit\u00e4tspakts und ein neuer \u201eEuro-Pakt-Plus\u201c, mit dem sich die Regierungschefs zu Strukturreformen verpflichten.<\/p>\n<p><b>Mai 2011:<\/b> Die EU verlangt den Griechen einen noch h\u00e4rteren Sparkurs ab, aber Regierung und Opposition sind tief zerstritten. Griechenland hat nur noch bis Mitte Juli Geld, dann droht die Staatspleite.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<p><b>6. April 2011: <\/b>Die<b> <a title=\"EU-Hilfen: Portugal braucht wohl bis zu 80 Milliarden Euro\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/eu-hilfen-portugal-braucht-wohl-bis-zu-80-milliarden-euro_aid_616026.html\">portugiesische Regierung beschlie\u00dft, die EU um Finanzhilfen zu bitten.<\/a><\/b> Das Land erh\u00e4lt Kredite in H\u00f6he von 78 Milliarden Euro zu.<\/p>\n<p><b>8. Juni 2011: <\/b>Die \u201eTroika\u201c aus EU-Kommission, Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) und IWF stellen in ihrem Pr\u00fcfbericht fest, dass Griechenland nicht ohne neues Hilfsprogramm \u00fcber die Runden kommt. Die \u201eTroika\u201c sieht Fortschritte bei den Sparzielen, bem\u00e4ngelt aber ausstehende Reformen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<p><b>29. Juni 2011:<\/b> <a title=\"Schuldenkrise: Griechisches Parlament billigt Sparpaket\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/abstimmung-in-griechenland-parlament-billigt-sparpaket_aid_641333.html\">Das griechische Parlament stimmt dem Sparprogramm der Regierung zu.<\/a> Damit ist der Weg f\u00fcr weitere internationale Milliardenhilfen f\u00fcr Griechenland fast frei. Vor dem Parlament kommt es zu <b><a title=\"Griechenland: Stra\u00dfenk\u00e4mpfe in Athens Innenstadt\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/griechenland-strassenkaempfe-in-athens-innenstadt_aid_641022.html\">Stra\u00dfenschlachten zwischen Demonstranten und der Polizei.<\/a><\/b> Die Griechen wollen die immer neuen K\u00fcrzungen und Steuererh\u00f6hungen nicht mehr hinnehmen.<\/p>\n<p><b>2. Juli 2011: <\/b>Die Finanzminister der Eurozone geben die n\u00e4chste <a title=\"Neuer Kredit f\u00fcr Athen: Griechische Staatspleite abgewendet\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/neuer-kredit-fuer-athen-griechische-staatspleite-abgewendet_aid_642473.html\">Teilzahlung aus dem laufenden Hilfsplan frei<\/a>. Das Geld wird bis Mitte Juli ben\u00f6tigt. Die bisherigen Hilfen summieren sich damit auf 65 Milliarden Euro.<\/p>\n<p><b>8. Juli 2011:<\/b> Auch <b>Italien ger\u00e4t in den Sog der Schuldenkrise<\/b>. <a title=\"Schuldenkrise: Lage Italien alarmiert die Politik\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/schuldenkrise-lage-in-italien-alarmiert-die-politik_aid_644626.html\">Die Risikoaufschl\u00e4ge f\u00fcr Staatsanleihen ziehen an<\/a>. Ausl\u00f6ser sind Korruptionsger\u00fcchte um Italiens Finanzminister Giulio Tremonti.<\/p>\n<p><b>21. Juli 2011: <\/b>Bei ihrem <a title=\"Schuldenkrise: Die Beschl\u00fcsse des Euro-Gipfels\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/schuldenkrise-die-beschluesse-des-euro-gipfels_aid_648241.html\">Gipfeltreffen einigen sich die Staats- und Regierungschefs der Euro-Staaten <\/a>auf ein neues Hilfspaket f\u00fcr Griechenland. Das Land soll 109 Miliarden Euro bekommen. Au\u00dferdem beschlie\u00dfen sie, dass sich die privaten Gl\u00e4ubiger beteiligen m\u00fcssen und geben dem EFSF mehr Handlungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p><b>4. August 2011:<\/b> Die EZB k\u00fcndigt an, wieder Staatsanleihen von Griechenland, Irland und Portugal aufzukaufen. Wenige Tage sp\u00e4ter nimmt sie auch Italien und Spanien in das Programm auf.<\/p>\n<p><b>10. August 2011:<\/b> <a title=\"Staatsverschuldung: Frankreich will h\u00e4rter sparen\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung-frankreich-will-haerter-sparen_aid_654385.html\">Frankreich verpricht weitere Sparma\u00dfnahmen<\/a>. Das Land versucht damit, Zweifel an seiner Kreditw\u00fcrdigkeit zu zerstreuen. Ger\u00fcchte dar\u00fcber, dass Frankreich seine \u201eAAA\u201c-Note verlieren k\u00f6nnen, halten sich hartn\u00e4ckig und ziehen auch die franz\u00f6ischen Banken nach unten. Die Aktien der Soci\u00e9t\u00e9 G\u00e9n\u00e9rale verlieren bis zu 20 Prozent.<\/p>\n<p><b>16. August 2011:<\/b> <a title=\"Deutsch-franz\u00f6sisches Krisentreffen: Gro\u00dfe Visionen, wenig Konkretes\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/deutsch-franzoesisches-krisentreffen-grosse-visionen-wenig-konkretes_aid_656095.html\">Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Pr\u00e4sident Nicolas Sarkozy treffen sich in Paris <\/a>und bekr\u00e4ftigen den Plan einer Finanzmarkttransaktionssteuer und einer europ\u00e4ischen Wirtschaftsregierung. Au\u00dferdem soll jedes Land eine Schuldenbremse nach deutschem Vorbild in seine Verfassung aufnehmen. Gemeinsamen Anleihen der Euro-L\u00e4nder, sogenannten Eurobonds, erteilt Merkel erneut eine Absage. <a title=\"Eurobonds: \u00d6konomen reden Merkel ins Gewissen\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/eurobonds-oekonomen-reden-merkel-ins-gewissen_aid_655805.html\">In den Tagen vor dem Treffen war heftig \u00fcber dieses Thema diskutiert worden.<\/a><\/p>\n<p><b>7. September 2011:<\/b> <a title=\"Urteil zum Rettungsschirm: Karlsruhe billigt Euro-Hilfen\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/urteil-zum-rettungsschirm-karlsruhe-billigt-euro-hilfen_aid_662891.html\">Das Bundesverfassungsgericht weist mehrere Klagen gegen die Griechenlandhilfe und den Euro-Rettungsschirm ab<\/a>. Es verlangt aber mehr Mitspracherechte f\u00fcr den Bundestag.<\/p>\n<p><b>29. September 2011:<\/b> <a title=\"Rettungsschirm EFSF: Merkel schafft die Kanzlermehrheit \u2013 aber nur knapp\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/rettungsschirm-efsf-merkel-schafft-die-kanzlermehrheit-aber-nur-knapp_aid_670072.html\">Der Bundestag stimmt nach langer Diskussion der Aufstockung des EFSF zu<\/a>. Deutschland muss nun f\u00fcr 211 Milliarden Euro b\u00fcrgen.<\/p>\n<p><b>2. Oktober 2011:<\/b> Die griechische Regierung muss einr\u00e4umen, dass sei in diesem und in n\u00e4chsten Jahr nicht die vereinbarten Defizitziele einhalten kann. Das Haushaltsminus werde bei 8,5 Prozent des BIP statt 7,6 Prozent liegen. Im vergangenen Jahr hatte Griechenland ein Haushaltsdefizit von 10,5 Prozent.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<p><b>27. Februar 2012: <\/b>Die Ratingagentur Standard &amp; Poors erkl\u00e4rt Griechenland wegen des anstehenden Schuldenschnitts f\u00fcr bankrott. Die Agentur senkt die Bonit\u00e4tsnote auf \u201eselective default\u201c, was einen teilweisen Zahlungsausfall bedeutet.<\/p>\n<p><b>2. M\u00e4rz 2012: <\/b>Auf dem EU-Gipfel in Br\u00fcssel unterzeichnen fast alle EU-Staaten den Fiskalpakt. Er sieht strengere Haushaltsregeln als in den EU-Vertr\u00e4gen sowie die Verankerung einer Schuldenbremse in nationalem Recht vor. Von den 27 EU-Mitgliedsstaaten beteiligen sich nur Gro\u00dfbritannien und Tschechien nicht an dem Abkommen. Derweil zeichnet sich eine Aufstockung des ESM auf 750 Milliarden Euro ab. Vor allem die USA und der IWF fordern von den Europ\u00e4ern, mehr zu tun. Deutschland sperrt sich noch.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<p><b>14. Mai 2012: <\/b>Griechenland steuert auf weitere Neuwahlen im Juni zu und bewegt sich am Rande eines Staatsbankrotts \u2013 weil sich im Ringen um eine stabile Regierung keine L\u00f6sung abzeichnet. Pr\u00e4sident Karolos Papoulias will am Abend einen letzten Versuch starten, um die wichtigsten Parteien des krisengesch\u00fcttelten Landes auf ein Regierungsb\u00fcndnis einzuschw\u00f6ren. Die EU-Kommission und die Bundesregierung mahnen Athen, am vereinbarten Spar- und Rettungsprogramm festzuhalten. Die Neuwahlen werden schlie\u00dflich f\u00fcr den 17. Juni angesetzt.<\/p>\n<p><b>19. Mai 2012:<\/b> Die G8-Staaten lehnen einen Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone ab. \u201eAlle G8-Mitgliedstaaten wollen, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt\u00bb, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel bei den Beratungen der wichtigsten Industriestaaten und Russland in Camp David. Voraussetzung sei aber, dass das Land die Verpflichtungen, die es eingegangen sei, auch einhalte.<\/p>\n<p><b>24. Mai 2012: <\/b>Die Europ\u00e4ische Union setzt im Kampf gegen Schuldenkrise und Rezession auf mehr Impulse f\u00fcr Wirtschaftswachstum. Nach dem EU-Sondergipfel in Br\u00fcssel nennt Bundeskanzlerin Angela Merkel als Stichworte eine bessere Arbeitsvermittlung f\u00fcr Facharbeiter und eine St\u00e4rkung des Binnenmarkts. Auch sogenannte Projektanleihen f\u00fcr Infrastrukturvorhaben sind geplant. In der hitzigen Debatte um Eurobonds \u2013 also gemeinsame Anleihen von Eurol\u00e4ndern \u2013 gibt es auf dem Br\u00fcsseler Treffen keine Bewegung. Frankreich bef\u00fcrwortet sie, Deutschland lehnt sie weiter ab.<\/p>\n<p><b>30. Mai 2012:<\/b> Die Risikoaufschl\u00e4ge f\u00fcr italienische und spanische Anleihen steigen rasant und erreichen zeitweise Rekordst\u00e4nde. Gleichzeitig erschwert die sich abschw\u00e4chende Konjunktur eine Haushaltssanierung der schuldengeplagten Euro-Staaten. Die Finanzm\u00e4rkte reagieren darauf mit nahezu panischen Verk\u00e4ufen. Der Eurokurs f\u00e4llt seit fast zwei Jahren wieder unter die Marke von 1,24 Dollar. EU-Kommissionschef Jos\u00e9 Manuel Barroso strebt im Kampf gegen die Schuldenkrise an, die Wirtschafts- und W\u00e4hrungsunion zu vertiefen. Am Ende k\u00f6nne es beispielsweise eine \u00abBank-Union\u00bb in der Eurozone mit einer gemeinsamen Aufsicht geben.<\/p>\n<p><b>05. Juni 2012:<\/b> Spanien r\u00e4umt erstmals Probleme bei der Beschaffung von frischem Geld auf den Finanzm\u00e4rkten offen ein. \u00abDie T\u00fcr zu den M\u00e4rkten steht uns derzeit nicht offen\u00bb, sagt Finanzminister Crist\u00f3bal Montoro einem spanischen Radiosender. Der Grund liege in den hohen Zinsen, die Spanien f\u00fcr seine Staatsanleihen bieten m\u00fcsse.<\/p>\n<p><b>06. Juni 2012: <\/b>Die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) bel\u00e4sst den Leitzins im Euroraum ungeachtet der immer bedrohlicheren Schuldenkrise bei 1,0 Prozent. Der EZB-Rat h\u00e4lt damit dem wachsenden Druck zun\u00e4chst stand, die eskalierende Schulden- und Bankenkrise und die schwache Konjunktur mit noch billigerem Geld zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><b>10. Juni 2012:<\/b> Spanien gibt dem internationalen Druck nach und fl\u00fcchtet unter den europ\u00e4ischen Rettungsschirm. Zur L\u00f6sung seiner Bankenkrise kann Madrid auf Notkredite von bis zu 100 Milliarden Euro bauen. Das beschlie\u00dfen die Finanzminister der Eurozone in einer dreist\u00fcndigen Telefonkonferenz.<br \/>\nAnders als in Griechenland, Portugal und Irland wird es dabei erstmals um spezielle Hilfen zur Stabilisierung des wankenden Bankensystems in Spanien gehen.<\/p>\n<p><b>17. Juni 2012:<\/b> Die Griechen stehen vor der wichtigsten Wahl ihrer j\u00fcngsten Geschichte. Die Abstimmung ist ein Votum \u00fcber den Verbleib in der Euro-Zone und die Fortsetzung des Sparkurses. Das radikale Linksb\u00fcndnis Syriza, das eine Aufk\u00fcndigung des Sparprogramms angek\u00fcndigt, wird mit rund 27 Prozent der Stimmen zweitst\u00e4rkste Kraft.<\/p>\n<p><b>21. Juni 2012: <\/b>Nach nur viert\u00e4gigen Verhandlungen hat Griechenland eine neue Regierung: Eine Koalition zwischen der konservativen Nea Dimokratia (ND), der sozialistischen Pasok und der Demokratischen Linken. Neuer Ministerpr\u00e4sident ist der Konservative Antonis Samaras. Kaum steht die Regierung, fordert sie Erleichterungen sowie mehr Zeit bei der Umsetzung der Spar- und Reformauflagen. Man wolle \u201eUngerechtigkeiten r\u00fcckg\u00e4ngig machen\u201c, die es bei Renten und kleinen Geh\u00e4ltern in den vergangenen Jahren gegeben habe.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<p><strong>25. Juni 2012:<\/strong> Zypern fl\u00fcchtet als f\u00fcnftes Land unter den Euro-Rettungsschirm. Der Inselstaat bittet seine europ\u00e4ischen Partner um Hilfe aus den Krisenfonds EFSF oder ESM. Als Begr\u00fcndung verweist Zypern auf die Auswirkungen der Griechenland-Krise. Die Banken beider L\u00e4nder sind stark miteinander verflochten. Kurz zuvor hatte die Ratingagentur Fitch die Kreditw\u00fcrdigkeit Zyperns herabgestuft und auf Ramsch-Niveau gesetzt.<\/p>\n<p><strong>2. Juli 2012:<\/strong> Experten der Troika der internationalen Geldgeber treffen zu einer Inspektion in Griechenland ein. Zun\u00e4chst steht ein Kassensturz an. Dabei soll festgestellt werden, was nach fast drei Monaten Wahlkampf und zwei Wahlg\u00e4ngen in Griechenland vom Sparprogramm \u00fcberhaupt umgesetzt wurde. Griechenland hofft auf Geldspritzen im August und September in H\u00f6he von 12,5 Milliarden Euro. Vom Urteil der Troika h\u00e4ngt jeweils die Auszahlung neuer Hilfszahlungen ab.<\/p>\n<p><strong>12. Juli 2012: <\/strong>Griechenland will bei seinen internationalen Geldgebern eine Streckung der neuesten Sparauflagen um mindestens zwei Jahre erwirken.<\/p>\n<p><strong>13. Juli. 2012: <\/strong>Der Zwischenbericht der Troika stellt Athen einmal mehr ein katastrophales Zeugnis aus. Aus den Unterlagen gehe hervor, dass die griechische Regierung 210 von rund 300 Sparvorgaben nicht erf\u00fcllt habe, schreibt die \u201eRheinische Post\u201c.<\/p>\n<p><strong>20. Juli 2012:<\/strong> <a title=\"100 Milliarden f\u00fcr Banken: Euro-Finanzminister retten Spanien im Eilverfahren\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/wirtschaftsticker\/100-milliarden-fuer-banken-euro-finanzminister-retten-spanien-im-eilverfahren_aid_785019.html\">Die Euro-Finanzminister sagen Spanien Hilfen in H\u00f6he von bis zu 100 Milliarden Euro f\u00fcr die maroden Banken zu<\/a>. Madrid hatte den Hilfsantrag erst am 25. Juni gestellt.<\/p>\n<p><strong>23. Juli 2012: <\/strong>Griechenland steuert Medienberichten zufolge auf einen Staatsbankrott zu. Die wichtigsten Geldgeber des Landes, allen voran Deutschland, seien nicht mehr bereit, Athen \u00fcber die bisherigen Zusagen hinaus Kredite zur Verf\u00fcgung zu stellen, berichtete die \u201eS\u00fcddeutsche Zeitung\u201c (SZ). Wirtschaftsminister Philipp R\u00f6sler (FDP) glaubt kaum noch daran, dass Athen die notwendigen Reformen f\u00fcr einen Verbleib in der Eurozone umsetzen kann. Auch der Internationale W\u00e4hrungsfonds (IWF) wolle \u00fcber die bisherigen Zusagen hinaus keine Kredite zur Verf\u00fcgung stellen, schreibt die \u201eSZ\u201c.<\/p>\n<p><strong>6. September 2012<\/strong>: <a title=\"Anleihek\u00e4ufe ohne Limit: Riskanter Kurs der EZB soll Euro-Krise bew\u00e4ltigen\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/anleihekaeufe-ohne-limit-riskanter-kurs-der-ezb-soll-euro-krise-bewaeltigen_aid_814612.html\">Die EZB k\u00fcndigt an, im Notfall ohne Limit Staatsanleihen von Eurol\u00e4ndern in in der Krise zu kaufen<\/a>. Bundesbank-Pr\u00e4sident Weidmannn stimmt als einziger im EZB-Rat dagegen. Auch in der deutschen Politik ist Absicht der EZB umstritten. Kritik kommt unter anderem aus der CSU.<\/p>\n<p><strong>12. September 2012<\/strong>: <a title=\"Karlsruhe billigt Euro-Rettungsschirm ESM: Verfassungsgericht sagt mal wieder: Ja, aber\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/tid-27284\/karlsruher-urteil-zum-euro-rettungsschirm-esm-bundesverfassungsgericht-sagt-mal-wieder-ja-aber_aid_818053.html\">Das Bundesverfassungsgericht macht den Weg f\u00fcr den Europ\u00e4ischen Rettungsschirm ESM frei<\/a>. Die Karlsruher weisen die Klagen von Euro-Skeptikern wie Peter Gauweiler (CSU) ab. Die Gegner des ESM wollten den Fonds stoppen, weil sie nicht kalkulierbare Risiken f\u00fcr Deutschland bef\u00fcrchten. Deutschland haftet f\u00fcr 190 Milliarden Euro. Der ESM hat insgesamt ein Volumen von 700 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Unterdessen beginnt die Troika ihre neue Pr\u00fcfung der Sparfortschritte in Athen. Schnell wird klar, dass Griechenland hinterher hinkt. Die Experten fordern weitere Einsparungen. Doch die Regierung z\u00f6gert mit einem neuen Sparprogramm. Immer wieder verschiebt sich der Bericht der Troika und damit auch die Auszahlung der n\u00e4chsten Tranche aus dem Hilfspaket.<\/p>\n<p><strong>8. Oktober 2012<\/strong>: Der ESM tritt nach vielen Verz\u00f6gerungen in Kraft.<\/p>\n<p><strong>9. Oktober 2012<\/strong>: Bundeskanzlerin Merkel trifft zu ihrem ersten Staatsbesuch seit Ausbruch der Schuldenkrise in Griechenland ein. Die Sicherheitsvorkehrungen sind massiv. Die Troika hat noch immer nicht ihren Bericht fertiggestellt. Die Eurogruppe mahnt weitere Reformen an.<\/p>\n<p>Derweil glaubt der IWF nicht mehr daran, dass der Schuldenstand Griechenlands bis 2020 auf 120 Prozent des BIP sinken wird. Hinter den Kulissen beginnen Gedankenspiele um einen weiteren Schuldenschnitt.<\/p>\n<p><strong>14. Oktober 2012:<\/strong> \u201eThere will be no Staatsbankrott\u201c: Bundesfinanzminister Sch\u00e4uble <strong>schlie\u00dft eine Pleite Griechenlands praktisch aus<\/strong>. Derart deutlich hatte sich bisher noch kein Regierungsmitglied zu Griechenland bekannt.<\/p>\n<p><strong>12. November 2012:<\/strong> <a title=\"Aufschub f\u00fcr Griechenland: Troika gibt Griechenland zwei Jahre mehr Zeit\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/wirtschaftsticker\/aufschub-fuer-griechenland-troika-gibt-griechenland-zwei-jahre-mehr-zeit_aid_859104.html\">Der lange erwartete Troika-Bericht ist da<\/a>. Die Experten loben Fortschritte, machen aber auch klar, dass Griechenland noch mehr Zeit braucht.<\/p>\n<p><strong>27. November 2012:<\/strong> Der Weg f\u00fcr die Auszahlung der n\u00e4chsten Tranche aus dem Griechenland-Hilfspaket ist frei. Lange hatten die Euro-Finanzminister diskutiert. Zwei Treffen blieben trotz Gespr\u00e4chen bis tief in die Nacht ohne Ergebnis. Mit einem <a title=\"Griechenland-Hilfen: So funktioniert der neue Rettungsplan f\u00fcr Griechenland\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/griechenland-hilfen-so-funktioniert-der-neue-rettungsplan-fuer-athen_aid_869278.html\">Mix aus verschiedenen Ma\u00dfnahmen<\/a>soll der Schuldenstand Griechenlands bis 2020 auf 124 Prozent des BIP sinken und die Finanzierungsl\u00fccke bis 2014 geschlossen werden. <a title=\"Schuldenr\u00fcckkauf hat begonnen: Athen will Gl\u00e4ubigern nur 30 Prozent zur\u00fcckzahlen\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/glaeubiger-sollen-auf-geld-verzichten-startschuss-fuer-griechischen-schuldenrueckkauf_aid_873375.html\">Teil des Pakets ist auch ein Schuldenr\u00fcckkauf<\/a>.<\/p>\n<p><strong>24.\/25. Februar 2013:<\/strong> Parlamentswahlen in Italien \u2013 mit \u00fcberraschendem Ausgang. Die Protestpartei von Beppe Grillo holt \u00fcber 25 Prozent der Stimmen. Auch die Partei von Ex-Ministerpr\u00e4sident Silvio Berlusconi schneidet besser ab als erwartet. Die Folge: Es gibt keine klaren Mehrheiten. Angst macht sich in der Euro-Zone und an den Finanzm\u00e4rkten breit, dass der Reformkurs in Italien zum Erliegen kommen k\u00f6nnte. Die Zinsen f\u00fcr italienische Staatsanleihen steigen wieder.<\/p>\n<p><strong>16. M\u00e4rz 2013: <\/strong>In der Nacht zum Samstag einigen sich die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone auf ein Rettungspaket f\u00fcr Zypern. Der Inselstaat soll zehn Milliarden Euro erhalten, der IWF wird sich beteiligen. Umstritten ist der Beschluss wegen einer Zwangsabgabe f\u00fcr Sparer: Wer unter 100\u00a0000 Euro bei einer zyprischen Bank hat, soll 6,75 Prozent zahlen, die anderen sogar 9,9 Prozent. F\u00fcr viele Experten ist dieser Schritt ein neuer Tabubruch. Sie warnen, dass die Sparer in den anderen Krisenstaaten aus Furcht vor einer \u00e4hnlichen Belastung ihre Konten leeren k\u00f6nnten.<br \/>\n<a title=\"Von Zwangsabgabe bis Pleite-Angst: Die sechs Knackpunkte bei der Zypern-Rettung\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/tid-30244\/von-zwangsabgabe-bis-pleite-angst-die-sieben-knackpunkte-bei-der-zypern-rettung_aid_946201.html\">Die Meldung von der Rettung Zyperns ist aber verfr\u00fcht<\/a>, wie sich in den kommenden Tagen herausstellt: Das Parlament in Nikosia stimmt am Dienstg gegen den Plan. <a title=\"+++ Ticker-Nachlese Zypern-Krise +++: Banken in Zypern bekommen Polizeischutz\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/tid-30192\/zypern-krise-im-liveticker-banken-in-zypern-bekommen-polizeischutz_aid_943823.html\">Doch die Suche nach einer Alternative zieht sich hin<\/a>. W\u00e4hrenddessen bleibt der Kapitalverkehr eingeschr\u00e4nkt, vor den Geldautomaten bilden sich Schlangen.<br \/>\n<strong><br \/>\n25. M\u00e4rz 2013:<\/strong> In der Nacht zum Montag einigen sich die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone <a title=\"Showdown in Br\u00fcssel: Einigung mitten in der Nacht: Europa rettet Zypern vor der Pleite\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/showdown-in-bruessel-einigung-mitten-in-der-nacht-europa-rettet-zypern-vor-der-pleite_aid_947398.html\">doch noch auf ein neues Hilfspaket f\u00fcr Zypern<\/a>: Die Laiki-Bank wird geschlossen. Einlagen \u00fcber 100\u00a0000 Euro und Mittel aus Aktien und Anleihen werden dabei eingezogen.<\/p>\n<p><strong>28. April 2013:<\/strong> Fast zwei Monate nach der Wahl hat <strong>Italien eine neue Regierung.<\/strong> Neuer Ministerpr\u00e4sident ist Enrico Letta.<\/p>\n<p><strong>3. Mai 2013: <\/strong>Die EU-Kommission will Frankreich und Spanien angesichts von Massenarbeitslosigkeit und Rezession <strong>mehr Zeit geben, die Sparziele zu erreichen. <\/strong>Die L\u00e4nder m\u00fcssen die Defizitgrenze von drei Prozent erst zwei Jahre sp\u00e4ter als vorgesehen einzuhalten. W\u00e4hrend Finanzminister Sch\u00e4uble den Kurs der Kommission untersch\u00fctzt, kritisieren andere Politiker in Deutschland die Gro\u00dfzu\u00fcgigkeit. Der franz\u00f6sischen Finanzministers Pierre Moscivici jubelt: \u201eDies ist eine Wende in der Geschichte des europ\u00e4ischen Projekts seit der Einf\u00fchrung des Euro. Wir erleben das Ende einer bestimmten Form der finanzpolitischen Orthodoxie und das Ende des Dogmas der Austerit\u00e4t.\u201c<\/p>\n<p><strong>7. Mai 2013: <\/strong>Erfolg f\u00fcr Portugal: Zwei Jahre nach der Fast-Staatspleite kann sich das Land <strong>auch langfristig wieder Geld am Kapitalmarkt leihen<\/strong>. Eine Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren bringt neun Milliarden Eruo ein \u2013 dreimal soviel wie gedacht. Der Zinssatz liegt bei 5,6 Prozent. Zuvor hatte schon Irland eine zehnj\u00e4hrige Staatsanleihe erfolgreich platziert.<\/p>\n<p><strong>13. Mai 2013:<\/strong> <strong>Z<\/strong><strong>ypern hat die erste Milliardenzahlung <\/strong>aus dem Hilfsprogramm der Euro-Staaten und des Internationalen W\u00e4hrungsfonds am Montag erhalten. Die Eurogruppe gibt zudem gr\u00fcnes Licht f\u00fcr die n\u00e4chsten 7,5 Milliarden Euro an Hilfskrediten f\u00fcr Griechenland sowie 2,1 Milliarden Euro f\u00fcr Portugal.<\/p>\n<p>Doch die Euro-Schuldenkrise ist noch lange nicht ausgestanden. Die obersten Kassenh\u00fcter des gemeinsamen W\u00e4hrungsgebiets machen deutlich, dass im kleinen Slowenien enormer Handlungsdruck besteht, den Bankensektor zu reparieren und Reformen in die Tat umzusetzen. \u201eEs darf keine Zeit verschwendet werde, um entschlossen zu handeln\u201c, sagt EU-W\u00e4hrungskommissar Olli Rehn. Europ\u00e4isches Geld soll nicht flie\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>Januar 2014:<\/strong> Griechenland \u00fcbernimmt turnusgem\u00e4\u00df die Ratspr\u00e4sidentschaft der EU. Die Regierung betont, dass sie noch 2014 <a title=\"Schein-Sanierung in Athen: Drohen, tricksen: Wie die Griechen Europa g\u00e4ngeln\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/schein-sanierung-in-athen-griechenland-wie-die-griechen-eu-europa-gaengeln-10_id_3522177.html\">an den Kapitalmarkt zur\u00fcckkehren m\u00f6chte<\/a>. Sie verweist auf Sanierungserfolge wie den Prim\u00e4r\u00fcberschuss f\u00fcr 2013. Die Troika und Euro-Finanzminister m\u00fcssen sich mit einer neuen Finanzierungsl\u00fccke besch\u00e4ftigten. Von elf Milliarden Euro bis 2015 ist die Rede.<\/p>\n<p>Wolfgang Hawly<\/p>\n<p>Quelle: dpa<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Euro droht an der Schuldenkrise zu zerbrechen Seit 2010 versucht die Politik, die Schuldenkrise in den Griff zu kriegen. Allen Garantien, Krediten und Versprechen zum Trotz ist kein Ende in Sicht. Die wichtigsten Stationen im \u00dcberblick. Was mit gef\u00e4lschten Haushaltsdaten in Griechenland begann, hat sich zu einer Krise des Euroraums ausgeweitet. Die Hoffnungen der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[2],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/haup.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75"}],"collection":[{"href":"http:\/\/haup.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/haup.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/haup.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/haup.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=75"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/haup.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":78,"href":"http:\/\/haup.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75\/revisions\/78"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/haup.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=75"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/haup.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=75"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/haup.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=75"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}