{"id":575,"date":"2015-01-26T18:48:48","date_gmt":"2015-01-26T16:48:48","guid":{"rendered":"http:\/\/haup.eu\/?p=575"},"modified":"2015-01-26T18:48:48","modified_gmt":"2015-01-26T16:48:48","slug":"wolfgang-hawly-98","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/haup.eu\/?p=575","title":{"rendered":"Wolfgang Hawly"},"content":{"rendered":"<p><strong>Nach W\u00e4hrungs-Hammer: Schweizer Notenbank muss Franken weiter st\u00fctzen<\/strong><\/p>\n<p>Die Freigabe des Franken-Kurses ist f\u00fcr die Schweizer Wirtschaft ein Schock. Die Nationalbank interveniert nun offenbar heimlich weiter, damit der Franken nicht noch mehr aufwertet. Daf\u00fcr spricht ein starkes Indiz.<\/p>\n<div class=\"textBlock\">\n<p>Die Flucht internationaler Anleger in die Schweiz h\u00e4lt an. Reiche Ausl\u00e4nder tauschten in der vergangenen Woche wieder Milliardenbetr\u00e4ge in Franken, obwohl sie f\u00fcr die Schweizer W\u00e4hrung nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses deutlich mehr zahlen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Zudem m\u00fcssen sie mit Negativzinsen auf Verm\u00f6gen rechnen, die sie in der Schweiz parken.<\/p>\n<p>Wenn Euro und Dollar in Franken getauscht werden, landet das Geld auf den Konten der Banken bei der Schweizer Notenbank. Die Guthaben dort stiegen in der vergangenen Woche sprunghaft<strong>um 26 Milliarden auf 365 Milliarden Franken<\/strong>, wie die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Montag mitteilte.<\/p>\n<h2><strong>Aufschlussreiches Indiz<\/strong><\/h2>\n<p>Der j\u00fcngste Anstieg, der h\u00f6chste in einer Woche seit M\u00e4rz 2013, sei ein sehr starker Hinweise daf\u00fcr, dass die SNB auch nach der Aufhebung des Mindestkurses weiterhin im Markt interveniert, erkl\u00e4rte ein Devisenexperte der Credit Suisse.<\/p>\n<p>Zugleich erh\u00f6hte die SNB den ab dem 22. Januar geltenden Negativzins auf Einlagen der Banken auf 0,75 Prozent von zuvor angek\u00fcndigten 0,25 Prozent. Die W\u00e4hrungsh\u00fcter hoffen, dass gro\u00dfe internationale Anleger wie etwa Hedgefonds deshalb ihr Geld nicht mehr in Franken sondern etwa in den USA anlegen. Eine Reihe von Gesch\u00e4ftsbanken k\u00fcndigte an, die Negativzinsen an Gro\u00dfkunden weiterzugeben.<\/p>\n<p>Die W\u00e4hrungsh\u00fcter wollen eine noch st\u00e4rkere\u00a0<a title=\"Aufwertung des Frankens\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/banken\/30-000-fremdwaehrungskredite-franken-freigabe-trifft-tausende-volksbank-sparer_id_4429568.html\">Aufwertung des Frankens<\/a>\u00a0verhindern, die Schweizer G\u00fcter im Ausland verteuert und Industrie und dem Tourismus-Gewerbe das Leben schwermacht.<\/p>\n<h2>Darbende Banken<\/h2>\n<p>Mitte Januar hatte die Notenbank die Verteidigung der Euro-Untergrenze von 1,20 Franken aufgegeben. Unmittelbar danach gewann der Franken im Vergleich zum Euro massiv an Wert. Am Montag notierte der Euro bei 0,9910 Franken.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Schweizer Exportwirtschaft ist das ein Fluch: Ihre Produkte verteuern sich im Ausland &#8211; oder die Firmen verzichten auf Gewinne.<\/p>\n<p>Auch die Schweizer Banken leiden: Die\u00a0<a href=\"http:\/\/www.finanzen100.de\/aktien\/credit-suisse-group-wkn-876800_H337989970_87590\/\">Credit Suisse<span class=\"chartIcon\">\u00a0<\/span><\/a>hatte mitgeteilt, dass sich die Frankenaufwertung nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizer Notenbank auf die Gewinnentwicklung des Bankenhauses auswirken k\u00f6nnte. So schlage sich eine zehnprozentige Wechselkurs\u00e4nderung zum Dollar mit 439 Millionen Franken im Vorsteuergewinn nieder. Beim Euro seien es 180 Millionen Franken.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach W\u00e4hrungs-Hammer: Schweizer Notenbank muss Franken weiter st\u00fctzen Die Freigabe des Franken-Kurses ist f\u00fcr die Schweizer Wirtschaft ein Schock. 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