{"id":283,"date":"2014-11-10T21:14:01","date_gmt":"2014-11-10T19:14:01","guid":{"rendered":"http:\/\/haup.eu\/?p=283"},"modified":"2014-12-16T13:25:54","modified_gmt":"2014-12-16T11:25:54","slug":"wolfgang-hawly-12","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/haup.eu\/?p=283","title":{"rendered":"Wolfgang Hawly"},"content":{"rendered":"<p><strong><span class=\"overhead\">Einlagensicherung wird gesenkt ! \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 <\/span><\/strong><strong>Mehr als 170 Banken kappen die Garantie f\u00fcr Ihr Erspartes<\/strong><\/p>\n<div class=\"leadIn\">\n<p>Banken sichern die Guthaben ihrer Sparer \u00fcber eine Einlagensicherung. Doch die privaten Geldh\u00e4user senken nun die Betr\u00e4ge, die sie pro Kunde garantieren. Was das f\u00fcr Sparer bedeutet &#8211; und wie hoch die Sicherheitspuffer der Banken sind.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<p><span class=\"kka_p\">Wer sein Geld zur Bank tr\u00e4gt, tut das, weil es dort sicherer untergebracht sein soll als daheim unter dem Kopfkissen. Doch ganz au\u00dfer Gefahr ist das Ersparte auch bei einer Bank nicht. Das Institut kann pleite gehen &#8211; und dann sind die Einlagen der Kunden wom\u00f6glich futsch.<\/span><\/p>\n<p>Um das zu verhindern, gibt es die Einlagensicherung. Neben der gesetzlichen Einlagensicherung, die pro Kunde und Bank Guthaben bis 100.000 Euro absichert, gibt es in Deutschland den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken.<\/p>\n<p>Im Bankenverband sind mehr als 170 Privatbanken organisiert \u2013 und die wollen ihren Kunden nun weniger Schutz bieten. Die Sparkassen und die Volks- und Raiffeisenbanken unterhalten jeweils eigene Einlagensicherungssysteme.<\/p>\n<h2>Reduzierter Schutz<\/h2>\n<p>Kunden privater Banken in Deutschland sollen demn\u00e4chst per Brief dar\u00fcber informiert werden, dass ihre Institute die Quote, bis zu der Einlagen \u00fcber den gemeinsamen Fonds abgesichert sind, ab kommendem Jahr senken. Bisher sichert der Fonds des Bankenverbands Einlagen bis zu einer H\u00f6he von 30 Prozent des Eigenkapitals einer Bank ab. Ab dem 1. Januar 2015\u00a0<a href=\"\/Users\/d791318\/Downloads\/ELS_Fragen_Antworten_29092014.pdf\" target=\"_blank\">sinkt diese Grenze auf 20 Prozent<\/a>, 2020 auf 15 Prozent und ab dem Jahr 2025 sogar auf 8,75 Prozent.<\/p>\n<p>Was die Sicherungsgrenze konkret bedeutet, zeigt der Bankenverband anhand eines Beispiels:<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<p>Wenn die Sicherungsgrenze bei der Bank X bei zehn Millionen Euro liegt, dann sind Einlagen, die ein einzelner Kunde bei Bank X hat, bis zu dieser H\u00f6he gesch\u00fctzt. Auch wenn mehrere Kunden Einlagen von jeweils 10 Millionen Euro bei dieser Bank haben, greift die Absicherung.<\/p>\n<h2>So viel zahlt Ihre Bank<\/h2>\n<p>Wenn die Grenze f\u00fcr die Kapitalabsicherung nun sinkt, sinkt auch der gesicherte H\u00f6chstbetrag pro Kunde.<\/p>\n<p><strong>Ein Beispiel:<\/strong>Eine Bank hat zehn Millionen Euro Eigenkapital. Bei einer Sicherungsquote von 30 Prozent garantiert die Bank drei Millionen Euro pro Kunde. Bei einer Sicherungsquote von 20 Prozent steht sie nur noch f\u00fcr zwei Millionen Euro gerade.<\/p>\n<h2>Sicher in die Zukunft?<\/h2>\n<p>Beim Bankenverband versucht man, die niedrigeren Standards positiv darzustellen. \u201eIhre Einlagen werden auch in Zukunft mit der abgesenkten Grenze sehr gut gesch\u00fctzt sein\u201c, steht in einer Brosch\u00fcre des Bankenverbands.<\/p>\n<p>Michael Kemmer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bankenverbands, sieht keine zus\u00e4tzlichen Risiken f\u00fcr die Sparer. \u201eF\u00fcr Privatkunden \u00e4ndert sich nichts &#8211; ihr Spargeld bleibt sicher\u201c, versprach Kemmer in einem\u00a0<a href=\"https:\/\/www.test.de\/Bankenverband-zur-Einlagensicherung-Spargeld-bleibt-sicher-4762648-0\/\" target=\"_blank\">Interview mit der Stiftung Warentest<\/a>. Auch in Zukunft seien weit mehr als die gesetzlich abgesicherten 100.000 Euro pro Kunde und Bank gesch\u00fctzt. \u201eSelbst nach der Absenkung zum 1. Januar 2015 liegt der Mindest\u00adschutz bei unserer kleinsten Mitglieds\u00adbank noch bei einer Million Euro pro Kunde\u201c, sagte Kemmer.<\/p>\n<p>Laut Bankenverband gibt es f\u00fcr die sinkenden Garantien einen guten Grund: die gestiegenen Anforderungen an die Kapitalausstattung der Banken. Schlie\u00dflich liege die Sicherungsgrenze schon seit 1976 bei 30 Prozent. Seitdem seien die vorgeschriebenen Kapitalpuffer der Banken jedoch \u201eganz erheblich gestiegen\u201c. Anders gesagt: Es ist jetzt mehr Eigenkapital vorhanden, mit dem die Bank haften und dadurch eine Pleite verhindern kann.<\/p>\n<p>Dicker Puffer<\/p>\n<p>Mit diesem Argument hat der Bankenverband nicht Unrecht. Tats\u00e4chlich verlangen die Aufseher heute viel h\u00f6here Eigenkapitalquoten als noch vor einigen Jahren. Dass die meisten gro\u00dfen Banken diesen Puffer aufgebaut haben, hat der vor kurzem abgeschlossene<a title=\"Stresstest der Europ\u00e4ischen Zentralbank\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/banken\/ezb-ergebnis-25-euro-banken-fallen-durch-den-stresstest_id_4227992.html\">Stresstest der Europ\u00e4ischen Zentralbank<\/a>(EZB) gezeigt. Fast alle deutschen Institute schnitten dabei solide ab.<\/p>\n<p>Trotzdem gehen\u00a0Experten davon aus, dass bei extremen Marktverwerfungen die deutschen Sicherungssysteme ohne Staatshilfe unter Druck geraten w\u00fcrden. Bei einer gro\u00dfen Bankpleite m\u00fcsste wohl der Staat einspringen.<\/p>\n<p>Wie viel Geld in ihrem Sicherungsfonds liegt, verraten die Privatbanken nicht. Sch\u00e4tzungen gehen von rund f\u00fcnf Milliarden Euro aus, eingezahlt von den teilnehmenden Instituten. Im Ernstfall ist das ein Tropfen auf den hei\u00dfen Stein. Schlie\u00dflich liegen auf deutschen Sparkonten rund\u00a0<strong>1,9 Billionen Euro<\/strong>.<\/p>\n<p>Quelle: Focus Online<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einlagensicherung wird gesenkt ! \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Mehr als 170 Banken kappen die Garantie f\u00fcr Ihr Erspartes Banken sichern die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[3],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/haup.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/283"}],"collection":[{"href":"http:\/\/haup.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/haup.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/haup.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/haup.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=283"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/haup.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/283\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":285,"href":"http:\/\/haup.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/283\/revisions\/285"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/haup.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=283"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/haup.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=283"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/haup.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=283"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}