{"id":269,"date":"2014-11-07T00:03:31","date_gmt":"2014-11-06T22:03:31","guid":{"rendered":"http:\/\/haup.eu\/?p=269"},"modified":"2014-12-16T13:26:12","modified_gmt":"2014-12-16T11:26:12","slug":"wolfgang-hawly-10","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/haup.eu\/?p=269","title":{"rendered":"Wolfgang Hawly"},"content":{"rendered":"<div class=\"images rotateImgStandard\"><strong>Mogeln in Luxemburg: Die Steuertricks deutscher Konzerne<\/strong><\/div>\n<div class=\"images rotateImgStandard\"><\/div>\n<div class=\"images rotateImgStandard\">\n<div class=\"leadIn\">\n<p>Es ist ein Steuerbetrug ungeahnten Ausma\u00dfes: Tausende bisher geheime Dokumente belegen, dass sich deutsche und internationale Konzerne in Luxemburg Milliarden an Steuern ertricksen. Denn das Gro\u00dfherzogtum l\u00e4sst extrem fragw\u00fcrdige Finanzkonstruktionen zu.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<p>Deutsche und internationale Konzerne vermeiden mit Unterst\u00fctzung der Luxemburger Regierung Steuerzahlungen in Milliardenh\u00f6he. Das berichten\u00a0<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/luxemburg-leaks-konzerne-ertricksen-sich-in-luxemburg-milliarden-an-steuern-1.2206997\" target=\"_blank\" rel=\"noFollow\">\u201eS\u00fcddeutsche Zeitung\u201c<\/a>, WDR und NDR. Die Medien haben 28.000 Seiten geheimer Dokumente ausgewertet.<\/p>\n<p>Das Datenleck belegt laut dem Bericht, dass die Luxemburger Beh\u00f6rden zum Teil \u00e4u\u00dferst komplizierte Finanzstrukturen genehmigten, die das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) im Auftrag der Firmen entwickelt hatte. Manche Unternehmen haben aufgrund dieser Steuergestaltungen auf Gewinne teilweise weniger als ein Prozent Steuern gezahlt.<\/p>\n<h2>Auch Amazon und IKEA tricksten in Luxemburg<\/h2>\n<p>Die bisher geheimen Dokumente zeigen, wie zahlreiche multinationale Firmen, darunter Pepsi ,\u00a0<strong><a class=\"f100_link\" title=\"Aktie: FedEx, WKN 912029\" href=\"http:\/\/www.finanzen100.de\/aktien\/fedex-wkn-912029_H1490237029_91600\/\" target=\"_blank\">FedEx<span class=\"chartIcon\">\u00a0<\/span><\/a><\/strong>,\u00a0<strong><a class=\"f100_link\" title=\"Aktie: Procter &amp; Gamble, WKN 852062\" href=\"http:\/\/www.finanzen100.de\/aktien\/procter-gamble-wkn-852062_H1602863657_85560\/\" target=\"_blank\">Procter &amp; Gamble<span class=\"chartIcon\">\u00a0<\/span><\/a><\/strong>vom System Luxemburg profitiert haben. Zudem finden sich neue Unterlagen zu\u00a0<strong><a class=\"f100_link\" title=\"Aktie: Amazon, WKN 906866\" href=\"http:\/\/www.finanzen100.de\/aktien\/amazon-wkn-906866_H478864183_90929\/\" target=\"_blank\">Amazon<span class=\"chartIcon\">\u00a0<\/span><\/a><\/strong>und\u00a0<strong>IKEA\u00a0<\/strong>in dem Datensatz. Beide Unternehmen waren durch ihre Steuergestaltungen bereits \u00f6ffentlich in die Kritik geraten.<\/p>\n<p>In dem Datensatz finden sich laut SZ, WDR und NDR auch drei deutsche\u00a0<a class=\"f100_link\" title=\"Aktie: DAX, WKN 846900\" href=\"http:\/\/www.finanzen100.de\/index\/dax_H877766596_20735\/\" target=\"_blank\">Dax<span class=\"chartIcon\">\u00a0<\/span><\/a>-Konzerne: die\u00a0<strong><a class=\"f100_link\" title=\"Aktie: Deutsche Bank, WKN 514000\" href=\"http:\/\/www.finanzen100.de\/aktien\/deutsche-bank-wkn-514000_H706276847_81348\/\" target=\"_blank\">Deutsche Bank<span class=\"chartIcon\">\u00a0<\/span><\/a><\/strong>, der Energieversorger\u00a0<strong><a class=\"f100_link\" title=\"Aktie: E.ON, WKN ENAG99\" href=\"http:\/\/www.finanzen100.de\/aktien\/e-on-wkn-enag99_H595282347_21074892\/\" target=\"_blank\">Eon<span class=\"chartIcon\">\u00a0<\/span><\/a><\/strong>und der Gesundheitskonzern\u00a0<strong><a class=\"f100_link\" title=\"Aktie: Fresenius Medical Care, WKN 578580\" href=\"http:\/\/www.finanzen100.de\/aktien\/fresenius-medical-care-wkn-578580_H1587170303_82237\/\" target=\"_blank\">Fresenius Medical Care<span class=\"chartIcon\">\u00a0<\/span><\/a>.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"mediaBlock arto landscape clearfix\"><\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<h2>Eon minderte die Steuerlast deutlich<\/h2>\n<p>Den Dokumenten zufolge hat der Energieversorger Eon \u00fcber eine Niederlassung\u00a0 in Luxemburg firmeninterne<a class=\"uc i\" title=\"Mehr zu Kredite\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/thema\/kredit\/\">Kredite<\/a>vergeben. Experten gehen davon aus, dass der Konzern auf diese Weise die Steuerlast in Gro\u00dfbritannien, in S chweden und in den USA verringert hat. Das Unternehmen erkl\u00e4rt auf Nachfrage, sich an die Steuergesetze aller L\u00e4nder zu halten.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<p>Auch der Gesundheitskonzern Fresenius Medical Care hat \u00fcber eine Luxemburger Tochter firmeninterne Kredite vergeben. Nach eigenen Angaben sparte das Unternehmen somit legal Steuern in H\u00f6he von fast einer Million Euro im Jahr.<\/p>\n<h2>Deutsche Bank sparte bei Immobilienprojekten<\/h2>\n<p>Die\u00a0<a class=\"uc i\" title=\"Mehr zu Deutsche Bank\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/organisationen\/deutsche-bank\/\">Deutsche Bank<\/a>\u00a0hat in Luxemburg, Malta, auf den Cayman Islands und in Delaware Fondgesellschaften gegr\u00fcndet. Diese Fonds wurden so konstruiert, dass bei Immobilienprojekten in mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, darunter auch Deutschland, kaum Steuern anfielen. Die Deutsche Bank erkl\u00e4rt auf Nachfrage von SZ, NDR und WDR, dass es sich bei den Fondsstrukturen nicht um Steuersparmodelle handele.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"textBlock\">\n<h2>Die Steuersparmodelle in Luxemburg sind legal<\/h2>\n<p>Steuersparmodelle f\u00fcr Konzerne sind in Luxemburg legal. Allerdings ermittelt die Europ\u00e4ische Kommission bereits in zwei F\u00e4llen, ob die Entscheidungen der Luxemburger Beh\u00f6rden nicht gegen europ\u00e4isches Wettbewerbsrecht versto\u00dfen, weil den Konzernen unfaire Vorteile einger\u00e4umt w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Die Unterlagen stammen vorwiegend aus den Jahren 2008 bis 2010 und fallen damit in die Amtszeit des damaligen Premierministers Jean-Claude Juncker. Der heutige EU-Kommissionspr\u00e4sident Juncker k\u00fcndigte an, sich in die Ermittlungen nicht einzumischen. \u201cIch werde in den F\u00e4llen keinen Einfluss auf die Geschehnisse nehmen. Ich werde mein Amt nicht missbrauchen\u201d, sagte er dem NDR.<\/p>\n<h2>\u201eLuxemburg ist keine Steueroase\u201c<\/h2>\n<p>Luxemburgs amtierender Premierminister, Xavier Bettel, verteidigt die Steuerpolitik seines Landes. \u201cWas Luxemburg gemacht hat, war okay\u201d, sagte er der SZ. Sein Land sei keine Steueroase. \u201cIch kann aber die Steuern nicht erh\u00f6hen, nur weil es dann meinen verschuldeten Nachbarl\u00e4ndern besser geht\u201d, so der Premierminister.<\/p>\n<div class=\"tft_ads tft_ads_area_promobox\">\n<div id=\"lad57218\">Die betroffenen Konzerne betonten in Stellungnahmen, dass sie stets legal arbeiteten. Die Unternehmensberatung PwC teilte laut dem Bericht mit, sie handele \u201cin \u00dcbereinstimmung mit lokalen, europ\u00e4ischen und internationalen Steuergesetzen\u201d. Sie habe einen Fall von Datendiebstahl an die relevanten Beh\u00f6rden \u00fcbergeben.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Wolfgang Hawly: Quelle, Focus Online<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mogeln in Luxemburg: Die Steuertricks deutscher Konzerne Es ist ein Steuerbetrug ungeahnten Ausma\u00dfes: Tausende bisher geheime Dokumente belegen, dass sich deutsche und internationale Konzerne in Luxemburg Milliarden an Steuern ertricksen. Denn das Gro\u00dfherzogtum l\u00e4sst extrem fragw\u00fcrdige Finanzkonstruktionen zu. Deutsche und internationale Konzerne vermeiden mit Unterst\u00fctzung der Luxemburger Regierung Steuerzahlungen in Milliardenh\u00f6he. 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